DukePad

Oracle stellt Tablet auf Basis von Java und Raspberry Pi vor

| Redakteur: Franz Graser

Auf der jüngsten User-Konferenz OpenWorld stellte Oracle das Konzept des DukePad vor. Das Gerät ist nach dem langjährigen Java-Maskottchen Duke benannt. Wer es bauen will, findet eine Stückliste der Bauteile und eine Anleitung im Netz.
Auf der jüngsten User-Konferenz OpenWorld stellte Oracle das Konzept des DukePad vor. Das Gerät ist nach dem langjährigen Java-Maskottchen Duke benannt. Wer es bauen will, findet eine Stückliste der Bauteile und eine Anleitung im Netz. (Bild: Oracle)

Das DukePad ist nicht besonders billig und es widersetzt sich auch dem Trend, dass Tablets immer leichter und dünner werden. Das Gerät gibt es momentan auch nicht zu kaufen, man muss es bauen. Trotzdem dürfte es seine Freunde finden.

Der Softwareriese Oracle ist vor allem für Datenbanklösungen und Unternehmenssoftware bekannt. Seit der Übernahme von Sun vor drei Jahren ist die Company von Larry Ellison darüber hinaus für die Weiterentwicklung der Programmiersprache Java verantwortlich. Nicht alle Entwickler aus der Community geben Oracle gute Noten für die Ausübung der Führungsrolle bei Java, nicht zuletzt ist die Unternehmenskultur der gut geölten Business-Maschine Oracle eine andere als bei der mehr Engineering-getriebenen Systemschmiede Sun. Aber mit dem DukePad könnte Oracle zumindest einen Teil der Herzen der Bastler und Entwickler zurückgewinnen.

Das DukePad (Duke ist das langjährige Maskottchen der Java-Community) ist ein Tablet, das bei der jüngsten Entwicklerkonferenz von Oracle vorgestellt wurde. Abgesehen von einigen Prototypen existiert es momentan lediglich als englischsprachige Bauanleitung.. Als hardwareseitige Grundlage dient ein Raspberry Pi-Minirechner, der nach dem Setup mit der Embedded-Version von Java bespielt wird. Danach sind die Bastler gefragt. Alle Komponenten, die für das System grbraucht werden, sind im freien Verkauf erhältlich, die meisten sind sogar bei den einschlägigen Internet-Großversendern bestellbar.

Die Kosten für die Hardwarekomponenten liegen bei knapp 370 Dollar. Dazu kommt der Aufwand für den Zusammenbau. Etwas schwierig dürfte der Bau des Gehäuses werden. Oracle hat im Internet zwar Schablonen für den Laserzuschnitt der Plastikbauteile veröffentlicht, die übrige Dokumentation ist allerdings noch etwas spärlich. Die Ellison-Company will aber in naher Zukunft noch ausführlichere Anleitungsdokumente veröffentlichen. Außerdem soll das Gerät in naher Zukunft auch als Bausatz erhältlich sein.

Softwareseitig dient Linux als Betriebssystem. Als Ablaufumgebung für Applikationen kommt Java FX zum Einsatz, eine Rich-Media-Softwareplattform auf Java-Basis. Java FX dient als Benutzeroberfläche und ersetzt damit das Standardpaket X11. Laut Oracle können Applikationen somit als relativ simple OSGi-Module (OSGi steht für Open Services Gateway Initiative und beschreibt ein Komponentenmodell für Java-Software) auf Basis von Java FX entwickelt werden.

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