Automotive Radome Software misst die Materialreflexionen präziser

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Genauere Messergebnisse sind jetzt mit dem Automotive Radome Tester R&S QAR möglich: Rohde & Schwarz bietet dazu seine Single-Cluster-Messsoftware R&S QAR-K50 an.

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Mit der Messsoftware R&S QAR-K50 wird der Mittelwert der Reflexionsfläche ermittelt.
Mit der Messsoftware R&S QAR-K50 wird der Mittelwert der Reflexionsfläche ermittelt.
(Bild: Rohde & Schwarz)

Hinter dem Radom verbirgt sich das Radar, welches die Umgebung eines Fahrzeugs wahrnimmt. Doch nicht nur hinter einem Radom, sondern auch hinter dem Stoßfänger kann sich ein Radar befinden. Um zu prüfen, ob die jeweiligen Materialien für ein Radar geeignet sind, bietet Rohde & Schwarz einen speziellen Tester an. Hinter der etwas sperrigen Bezeichnung R&S QAR Quality Automotive Radome Tester bietet das Unternehmen eine Möglichkeit für Radarintegrationstests. Das Testsystem ist für Radarsysteme mit Frequenzen von 76 bis 81 GHz ausgelegt.

Eine hohe räumliche Auflösung bewirkt eine größere Streuung der Einfallswinkel. Ein typischer Radarsensor verfügt über ein bestimmtes Sichtfeld: Das sind zum einen ±10° bei einem Full-Range- (FRR-) und ±60° bei einem Short-Range- (SRR-)Radar. Die notwendigen Reflexionsparameter werden aus Verfahren der Materialcharakteristik hergeleitet und sind hauptsächlich für orthogonale Einfallswinkel definiert, da sie auf diese Weise von VNAs gemessen werden können.

Software detektiert höchste Reflexion

Im direkten Vergleich zwischen QAR mit den von einem Standard-VNA sowie einem quasi-optischen (QO-) Aufbau erzielten Ergebnissen zeigt sich, dass es zu Abweichungen kommt. Hintergrund: Durch die größere Apertur des R&S QAR sind die Messergebnisse genauer. Ergänzt wird der Radome-Tester durch eine Softwareoption: R&S QAR-K50. Sie detektiert automatisch die höchste Reflexion einer Materialprobe und führt eine Mittelung über den Messbereich durch.

Innerhalb von weniger als sieben Sekunden wird der Mittelwert der Reflexionsfläche gebildet und dem Anwender als Messergebnis angezeigt. Dieser Wert stimmt mit dem Ergebnis der S11- bzw. S22-Reflexionsmessung eines VNA überein.

In der Entwicklungsphase kommen Aufbauen mit VNA und QO zum Einsatz. Die Messergebnisse aus diesen beiden Verfahren können nun direkt mit den Messungen des R&S QAR verglichen werden. Der QAR verwendet nach wie vor Mikrowellen-Bildgebung, jedoch mit einer kleineren Antennenapertur, und ist damit weniger empfindlich gegenüber Positionierungsfehlern.

Außerdem eignet er sich besser für Produktionsumgebungen als Messaufbauten mit einem VNA. Die dazugehörige Software erkennt automatisch den korrekten Messbereich und gibt dem Bediener eine optische Rückmeldung, falls die Positionierung von Proben leicht außerhalb der Toleranz liegt. Der Automotive Radome Tester kombiniert sein hochauflösendes Bild für die Homogenitätsanalyse aus der Software mit einer Reflexionsmessung.

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