Sicherheit So schützen Sie Ihr Android-Smartphone vor Malware

Redakteur: Margit Kuther

Die Zahl bösartiger Android-Apps hat sich allein im Juni von 10.000 auf 20.000 verdoppelt. Trend Micro verrät 5 Tipps, wie sich Anwender schützen können.

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Malware: Allein im Juni verzeichnete Trend Micro 20.000 bösartige Android-Apps
Malware: Allein im Juni verzeichnete Trend Micro 20.000 bösartige Android-Apps
(Bild: Gerd Altmann, pixelio.de)

Ende März lag die Gesamtzahl der beobachteten mobilen Schädlinge für Android noch bei 5000. Dann dauerte es zwei Monate, um die Zahl zu verdoppeln, zuletzt jedoch nur noch vier Wochen.

„Dieser Anstieg ist gar nicht das Schlimmste, denn er war angesichts des weltweiten Siegeszugs der mobilen Endgeräte insbesondere auf Android-Basis zu erwarten“, kommentiert Udo Schneider, Solution Architect EMEA beim IT-Sicherheitsanbieter Trend Micro. „Gravierender ist, dass die Anwender sich diesen Gefahren fast schutzlos ausliefern.“

„Allein die 17 bösartigen Apps, die wir bei Trend Micro in Google Play entdeckt haben, wurden mehr als 700.000 Mal heruntergeladen, bevor sie aufgespürt und aus dem offiziellen Google-Markt entfernt wurden.“

Malware ist kaum zu erkennen

Besonders schwer ist es für Anwender, legitime von bösartigen Android-Apps zu unterscheiden. Denn die Schädlinge setzen die Tarnkappe des Saubermanns auf und geben sich zum Beispiel als kostenlose Version eines begehrten Spiels aus. Nicht weniger als 30 Prozent der bösartigen Android-Apps nutzen diese offensichtlich sehr erfolgreiche Taktik. Ebenfalls weit verbreitet sind Spionage-Apps, die das GPS-Signal der Geräte überwachen sowie Texte und Adressbücher auslesen.

Nicht überall wo Google draufsteht, ist Google drin

Anders als im Fall von Apples mobilem Betriebssystem und App-Markt stellt Android ein offenes Ökosystem dar. Denn Google kontrolliert nur einen Teil der weltweit entwickelten Apps – schließlich gibt es eine steigende Zahl von Drittanbietern von Online-Marktplätzen für Android-Apps. Die Anwender müssen deshalb für ihre Sicherheit selbst sorgen.

Android-Smartphones in fünf Schritten vor Malware schützen

1. Nutzen Sie die eingebauten Android-basierten Sicherheitsfunktionen: Diese Einstellungen sind unter Settings und Location & Security zu finden. Es empfiehlt sich auch, die etwas zeitaufwändige Möglichkeit zu nutzen, das Gerät im inaktiven Zustand zu sperren, um dann mithilfe des Kennworts das Gerät wieder zu aktivieren. Des weiteren gibt es mit der Fingerabdruck-Option den wohl sichersten Schutz vor fremdem Zugriff.

2. Deaktivieren Sie die automatische Wi-Fi-Verbindung:

Der automatische Zugang zu offenen drahtlosen Netzen öffnet Tür und Tor für jeden, und lässt die Daten vom Smartphone frei durch den drahtlosen Router fließen.

3. Lassen Sie nur Apps aus Android Market zu:

Dies liefert zwar keine hundertprozentige Garantie gegen gefälschte Apps, doch ist der offizielle Android-Store vertrauenswürdiger als die Angebote Dritter.

4. Vergeben Sie nur Berechtigungen, deren Sinn Sie verstehen:

Die meisten Schädlinge wollen Zugriffsrechte auf eine ganze Reihe von Informationen auf dem Smartphone. Auf diese Weise kann die Malware als Backdoor-Programm aktiv werden und auf dem Gerät Anruf-Logs ändern, Textnachrichten überwachen und abfangen und anderes mehr.

5. Installieren Sie eine effektive mobile Sicherheits-App:

Eine zusätzliche Sicherheits-Software ist nötig, weil die Cyberkriminellen immer neue Wege finden, die vorhandenen Schutzmechanismen der Geräte auszuhebeln.

Gratis-Tool zum Entfernen von schädlichen Apps

Anwender, die befürchten, dass ihr Android-Gerät bereits durch bösartige mobile Apps infiziert sei, können mit dem kostenlosen App-Scanner von Trend Micro die Schädlinge entdecken und entfernen: ‚HouseCall Mobile‘ ist als kostenloser Bestandteil Teil der Sicherheitslösung „Trend Micro Mobile Security for Android – Personal Edition“ erhältlich.

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