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So lässt sich Mitarbeiterfluktuation stoppen

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Wie man ein gutes Exit-Interview führt

Von langen Fragebögen rate ich ab. Das ist für den Interviewten ätzend und mühsam. Bereiten Sie stattdessen einen kleinen Fragenkatalog vor. Ein neutraler Dritter führt das Gespräch dann am besten mündlich, formlos und frei. Einige Formulierungsvorschläge:

  • Aus welchem Hauptgrund sind Sie ursprünglich gekommen?
  • Was lief aus Ihrer Sicht während der Zeit bei uns richtig gut?
  • Was würden Sie schleunigst verändern oder verbessern?
  • Was wird Ihre positivste, was die negativste Erinnerung sein?
  • Welche Vorteile ergeben sich für Sie durch den Wechsel?
  • Was hätte passieren müssen, damit Sie hätten bleiben wollen?
  • Können Sie sich vorstellen, wieder zu uns zurückzukommen?
  • Was sollten wir Ihrem Nachfolger unbedingt mit auf den Weg geben?

Hinweise auf Missstände beim Betriebsklima, den Arbeitsbedingungen und dem Führungsverhalten des Vorgesetzten bringen zwar den ausscheidenden Mitarbeiter nicht mehr zurück. Sie können aber Vieles für die Bleibenden verbessern, einer weiteren Fluktuation entgegenwirken und so eine Menge Kosten sparen helfen.

Ferner kann man viel darüber erfahren, wie man wettbewerbsfähig bleibt. Zudem können schlechte Mundpropaganda und negative Bewertungen auf Meinungsportalen durch ein solches Gespräch womöglich abgewendet oder zumindest gemildert werden. Denn Fakt ist: Jeder austretende Mitarbeiter ist ein Botschafter des Unternehmens und kann viele Talente daran hindern, aber auch ermutigen, sich bei Ihnen zu bewerben.

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