Licht im Smart Home

So lässt sich mit ZigBee Light Link das Licht steuern

| Autor / Redakteur: Simon Plätzer * / Hendrik Härter

Das Licht im Griff: Mit ZigBee Light Link lassen sich Beleuchtungen ein- und ausschalten sowie Farbe und Helligkeit ändern.
Das Licht im Griff: Mit ZigBee Light Link lassen sich Beleuchtungen ein- und ausschalten sowie Farbe und Helligkeit ändern. (Bild: ra2studio, Fotolia)

Über ZigBee Light Link lässt sich LED-Licht steuern. Zudem bietet die Schnittstelle noch ergänzende Sicherheitsschichten im Netzwerk an. Wir stellen das System vor.

Smart Home, Internet of Things oder Cloud: Aus einer Vielzahl solcher Begriffe setzt sich der derzeitige Trend zur Digitalisierung unseres heutigen Lebens zusammen. Die verschiedenen Mottos der Weltleitmessen, wie beispielsweise der embedded world 2015, verdeutlichen die Relevanz dieses Trends und veranlassen zunehmend immer mehr Unternehmen, auch die entsprechenden Produkte dafür anzubieten.

Doch je mehr verschiedene Produkte existieren, desto wichtiger werden einheitliche Standards, um Kompatibilität, Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. Den aus heutiger Sicht wichtigsten Standard im Umfeld der drahtlose Lichtsteuerung stellt das Profil ZigBee Light Link, kurz ZLL, dar. Es ist neben dem Profil ZigBee Home Automation (ZHA) und ZigBee Smart Energy (ZSE) der meistgenutzte einer größeren Familie von Standards der ZigBee-Allianz, die auf den von IEEE 802.15.4 spezifizierten Schichten für die Funkübertragung aufsetzen.

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Ein integrierter ZigBee-Funktransceiver spart Energie

Von Branchengrößen wie Philips und Osram speziell für die Bedürfnisse der Beleuchtungsindustrie entwickelt, bietet ZLL einen kompakten Stack mit nutzbaren Funktionen zur drahtlosen Steuerung, Verwaltung und Kommunikation zwischen Geräten eines intelligenten Beleuchtungsnetzwerks, der auch auf 8-Bit-Mikrocontrollern Platz findet.

Der Trend geht jedoch deutlich hin zu Mikrocontrollern von ARM mit 32 Bit und einem integrierten ZigBee-Funktransceiver. Der Unterschied zu anderen Funk-Techniken, wie beispielsweise Z-Wave oder Bluetooth, besteht hauptsächlich in den deutlich niedrigeren Übertragungsraten. Das mag im ersten Augenblick als Nachteil erscheinen, ist jedoch genau das Ziel von ZLL, um durch den verringerten Energieverbrauch auch mobile Komponenten über Jahre wartungsfrei und ohne einen Batteriewechsel oder gar Aufladen zu betreiben. Niemand würde beispielsweise Fernbedienungen oder Bewegungssensoren zur Steuerung der häuslichen Beleuchtung einsetzen wollen, welche ähnliche Ladezyklen erfordern wie die heutigen Smartphones mit Wi-Fi und Bluetooth.

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Die Funk-Techniken erlauben es, große Datenmengen wie Videos, Bilder oder Musik zu übertragen und fokussieren damit einen ganz anderen Anwendungsfall als die ZigBee-Profile, welche für die befehlsgesteuerte Kommunikation zwischen Geräten konzipiert wurden. Es gibt mittlerweile auch Weiterentwicklungen der Techniken wie Bluetooth Low Energy, welche für den energieeffizienten Betrieb ausgelegt sind.

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