Sensoren So finden Sie den passenden Sensor für Ihren speziellen Einsatz

Autor / Redakteur: Holger Morgenstern / Margit Kuther

Steuerung und Regelung garantieren effiziente Fertigungsprozesse. Ohne Sensorik wäre dies nicht möglich. Conrad beispielsweise vertreibt über 1600 Sensoren und gibt Tipps zur Auswahl.

Firma zum Thema

Feuchte-/Temperatursensor: Conrad vertreibt über 1600 Sensoren
Feuchte-/Temperatursensor: Conrad vertreibt über 1600 Sensoren
(Bild: Conrad)

Der Weltmarkt für Senoren wird auf mehr als 50 Mrd. Euro geschätzt. Dies spiegelt den Wert der winzigen Bauteile für das moderne Leben wider. Zudem zeigt sich ein starkes jährliches Wachstum bei Gas-, Abstands- und Feuchte-Sensoren.

Die Wahl des richtigen Sensors mag für eine bestimmte Aufgabe einfach erscheinen. In der Praxis erweist sich dies meist als kompliziert. Entwickler müssen oft zwischen verschiedenen Sensortechniken wählen, von denen jede ihre eigenen Stärken und Herausforderungen bietet.

Bildergalerie

Welcher Sensor für welche Anwendung

Ein Beispiel ist die Frage, ob Ultraschall-Sensorik zur Bewegungserkennung genutzt werden soll. In einigen Fällen kann ein kapazitiver, induktiv-optischer, Radar-, Infrarot- oder eben Ultraschall-Näherungssensor besser für eine Anwendung sein. Wurde der optimale Sensor gewählt, müssen Faktoren wie die Reichweite und Auflösung des Sensors berücksichtigt werden.

Dies kann vor allem zur Bewegungs- und Positionserkennung in industriellen Prozessen oder bei der Temperaturmessung von Bedeutung sein. Selbst wenn diese Fragen geklärt sind, ist immer noch Erfahrung nötig.

Es sollte ein Sensor gewählt werden, der das geeignete Ausgangssignal erzeugt – entweder analog oder digital. Dazu ist der volle Analog-Spannungsbereich erforderlich oder die Einhaltung eines bestimmten Übertragungsstandards/-protokolls. Einige industrielle Sensoren, etwa die Laserabstandssensoren von Panasonic, bieten eine Analogschnittstelle, die auf Spannungs- oder Stromabweichung basiert.

Mechanische Aspekte bestimmen über die Tauglichkeit

Mechanische Aspekte wie physikalische Größe oder Gehäuseart spielen für die Tauglichkeit eines Sensors eine wichtige Rolle. Halbleiter-Temperatursensoren sind ein Beispiel: die KT-Serie von Infineon eignet sich für Anwendungen zwischen -50 und 150 °C und ist im Standard- oder Mini-TO-92- (mit Anschlüssen), SOT-23-SMD- oder kundenspezifischen Panel-Mount-Gehäuse verfügbar. Platin-Temperatursensoren sind in einer Vielzahl von Gehäusearten und Formfaktoren erhältlich und bieten einen größeren Messbereich von -70 bis 500 °C. Ihre spezifische Temperaturstabilität liegt über 4000 ppm/K.

Die Befestigungsart, z.B. mittels Schrauben oder Clips, beeinflusst ebenfalls die Kosten und Komplexität des Designs sowie die Montagezeit in der Fertigung. Biotech produziert beispielsweise verschiedene Durchflussmesser für unterschiedliche Anwendungen, Durchflussraten oder Medien wie Gas, Flüssigkeiten oder aggressive Substanzen. Entwickler müssen auch Preisaufschläge beachten, die sich bei Sensoren mit hoher Benutzerfreundlichkeit ergeben.

(ID:42258737)