3-D-Scanning

So entstehen die Effekte für Film und Fernsehen

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Wenn die Bewegung erfasst wird

„Als Unternehmen, das hauptsächlich 3-D-Scans von menschlichen Körpern und Köpfen erstellt, war es nur logisch, auch das Motion Capture zu erschließen“, sagt Tesi. Mit der Motion-Capture-Technik werden statische, unbelebte Objekte in Bewegung versetzt:

Dabei wird zunächst die Oberfläche der Haut und der Kleidung einer Person eingescannt. „Nach Zusammenführung der Daten werden die UV-Maps aufgefaltet und neu vernetzt, um sie für das Texturieren vorzubereiten“, erläutert Tesi.

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„Anschließend versehen wir das Modell mit einem Skelett aus Knochen und Gelenken, so dass die Figur in Bewegung versetzt werden kann. Diesen Vorgang nennen wir ‚Rigging‘“.

Nachdem das Skelett in „die Haut“ des computergenerierten Doubles eingefügt wurde, erfolgt die Gewichtung.

In diesem Prozess wird bestimmt, welcher Anteil der Oberfläche von jedem einzelnen Gelenk bewegt wird. Hat man die perfekten Gewichtungen erreicht, lassen sich realistische Bewegungsabläufe simuliert.

Um Gelenke zu animieren, ohne die Gelenke selbst aufzunehmen, wird ein Drahtgittermodell erzeugt, das über Marker an den Gelenken mit dem Modell verknüpft ist. Auf diese Weise kann der Animator einen 3-D-Charakter einfacher und intuitiver zum Leben erwecken.

Nach der Animation wird das Video Bild für Bild in einem als „Renderfarm“ bezeichneten Computernetzwerk gerendert, um eine endgültige Darstellung zu erhalten.

Dem digitalen Double Leben einhauchen

Doch Bewegung allein reicht nicht aus, um ein 3-D-Modell lebendig und echt wirken zu lassen. Insbesondere bei bekannten Schauspielern bedeutet die vollständige Ausarbeitung eines 3-D-Doubles viel Aufwand: Man muss Gesichtsausdruck, Haare und Kleidung erzeugen sowie die richtige Beleuchtung festlegen.

Gleichzeitig gilt es sicherzustellen, dass die digitale Figur dem Schauspieler auf das Haar gleicht, damit die Übergänge fließend wirken. Soll beispielsweise der Hauptdarsteller ein digitales Double erhalten, muss viel Zeit auf den Abgleich zwischen Kopie und Original verwendet werden.

Schließlich ist er oder sie lange und deutlich auf dem Bildschirm zu sehen. Natürlich gibt es auch Figuren, die in einigem Abstand zur Kamera oder nur sehr kurz auftauchen. Für eine perfekte Illusion beanspruchen die Ausarbeitung der Details und der Abgleich in diesen Fällen weitaus weniger Zeit.

Dabei sind es vor allem drei Aspekte, die laut Tesi ein gutes 3-D-Double ausmachen: Zunächst einmal muss die Figur echt wirken. Der Aufbau des Körpers und das Aussehen der Haut müssen denen einer realen Person entsprechen.

Vom Haar bis zur Kleidung muss jedes Detail natürlich erscheinen. So natürlich, dass es dem Zuschauer unmöglich ist, den echten Darsteller vom virtuellen Charakter zu unterscheiden. Im Idealfall denkt er nicht einmal darüber nach, dass es nicht der Schauspieler selbst sein könnte, der in der aufregenden Action-Szene zu sehen ist.

Die zweite Komponente ist die vollständige Körperanimation. Man sollte darauf achten, wie sich die Figur bewegt – ob sie steif, ruckartig, zeitlich versetzt oder gar schwebend wie ein Astronaut auf dem Mond geht. Jede Bewegung muss fließend sein und der Situation entsprechen, wie bei ihrem realen Pendant.

Last but not least: Die Gesichtsanimation muss realistisch wirken. Jeder von uns ist in der Lage, in Sekundenbruchteilen die Gefühle und das Befinden aus einem Gesicht abzulesen, doch in 3D müssen diese Gefühle erst erzeugt werden.

Eine unrealistische Mimik kann alles verderben, insbesondere tote, ausdruckslose Augen mit starrem Blick. Neben dem Ausdruck spielen auch die Proportionen eine wichtige Rolle: Augen sollten daher so detailgetreu wie möglich nachgebildet werden, insbesondere die Augenwinkel. Dasselbe gilt für den Mund und die Ohren. Auch Größe und Form der Nase sind wichtig; selbst die Nasenlöcher müssen korrekt, nämlich asymmetrisch platziert sein.

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