Netzwerk

So einfach lassen sich „softly defined networks” realisieren

| Autor / Redakteur: Mike Santarini * / Margit Kuther

Die SDNet-Technologie: Mit ihr können Netzwerkentwickler eine Line Card auf einem Chip realisieren und ihre Hardware auf spezifische Netzwerk-Dienste und Applikationen zuschneiden.
Die SDNet-Technologie: Mit ihr können Netzwerkentwickler eine Line Card auf einem Chip realisieren und ihre Hardware auf spezifische Netzwerk-Dienste und Applikationen zuschneiden. (Bild: Xilinx)

Netzwerk-Entwicklern, die eine Line Card auf einem Chip realisieren und ihre Hardware auf spezifische Netzwerk-Dienste und Applikationen zuschneiden müssen, kann nun geholfen werden: mit SDNet.

Die Architekturen der Datenkommunikation entwickeln sich sehr schnell weiter, getrieben von der Consumer-Nachfrage nach immer größeren Bandbreiten und besserem Service mit höherer Zuverlässigkeit und Sicherheit.

Xilinx ist mit einer grundlegend neuen Technologie und Designmethodik an der vordersten Front der Innovation dabei, die eine schnelle Entwicklung und Aktualisierung von Line Cards der nächsten Generation für drahtgebundene und drahtlose Netze und große Datenzentren ermöglicht.

Diese neue Technologie ist SDNet, ein Software-definiertes Specification Environment. In Verbindung mit den von Xilinx angebotenen All Programmable FPGAs und SoCs erlaubt SDNet den Entwicklern von Kommunikationsnetzen den Einsatz eines revolutionären Konzepts, das Xilinx als 'Softly Defined Networks' bezeichnet. Es ermöglicht die Entwicklung und Aktualisierung von Line Cards für die nächste Generation Software-definierter Netzwerk-Architekturen.

Von rigiden zu Software- definierten Netzwerken

„Die Architekturen der Datenkommunikation der letzten 20 Jahre arbeiten meist mit festen Steuer- und Datenebenen, die nicht mit den steigenden Anforderungen an die Netze expandierten”, erklärt Nick Possley, Vice President of Communications IP und Services bei Xilinx.

Die rigiden Architekturen zwangen die Carrier also zum häufigen Ersatz und Austausch ihres Equipments, wenn sie die Funktionalität und Bandbreite ihrer Netze erweitern wollten. Der Grund: Die Line Cards im Zentrum dieser Systeme basierten meist auf einer Mischung aus hoch spezialisierten ASICs, ASSPs und Speicherchips. FPGAs wurden eingesetzt, wenn es darum ging, die Kommunikation zwischen den Chips auf der Line Card zu beschleunigen.

Bei immer schneller wachsenden Anforderungen suchten die Carrier und die Anbieter von Kommunikationssystemen nach besseren Alternativen. In den letzten Jahren sind sie auf Software-definierte Netzwerke (SDN) und die Virtualisierung der Netzwerkfunktionen (NFV) eingeschwenkt. Diese Architekturen trennen die Steuer- und Datenebene und erweitern die Steuerebene durch Software-Virtualisierung. Als Ergebnis können die Carrier nun schneller neue Applikationen einrichten, und das Netzwerk-Equipment lässt sich einfacher aktualisieren als in traditionellen Netzen. Das verbessert deren Dauerhaftigkeit und die Erträge, und es vereinfacht das Netzwerk-Management (Bild 1).

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Allerdings, wendet Possley ein, sind selbst die neuesten SDN- und NFV-Architekturen immer noch zu rigide. Denn auch bei ihnen sind die Datenebenen nicht programmierbar, und ihre Designs basieren typisch auf lagermäßig lieferbaren ASSPs. Die Line Cards als wichtige Netzkomponenten verwenden diskrete Standard-ASSPs als Paket-Prozessoren und Traffic-Manager in Verbindung mit den optischen Übertragungsgliedern, Coprozessoren und externen Speichern. Außerdem enthalten diese Karten FPGAs zur Beschleunigung der Kommunikation zwischen allen diesen Chips.

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