Verbundprojekt MUSE-TELEMED

SMT & Hybrid entwickelt Funkmodul auf ZigBee-Basis für Medizintechnik

07.02.2007 | Redakteur: Claudia Mallok

Als Akteur im Verbundprojekt MUSE-TELEMED realisiert der Dresdner Elektronikdienstleister SMT & Hybrid GmbH ein universelles Funkmodul auf ZigBee-Basis für Medizintechnikanwendungen.

Als Akteur im Verbundprojekt MUSE-TELEMED realisiert der Dresdner Elektronikdienstleister SMT & Hybrid GmbH ein universelles Funkmodul auf ZigBee-Basis für Medizintechnikanwendungen. Das Ziel des von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) geförderten Verbundprojektes MUSE-TELEMED ist die Entwicklung eines neuartigen, effizienten und patientenfreundlichen Sensor- und Übertragungssystems. Dieses soll Patienten mit medizinisch relevanten Schlafstörungen wie z.B. dem Schlafapnoesyndrom zu Hause kostengünstig mit telemetrischer Datenübertragung überwachen und erst bei entsprechender Diagnose in das Schlaflabor einweisen.

Dem Konsortium des Verbundprojektes gehören neben SMT & Hybrid die RECO Medizintechnik Wolfgang Rentsch e.K., das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme sowie das Institut für Halbleiter und Mikrosystemtechnik der Technischen Universität Dresden an.

„Für dieses Schlaf-Screening-System sind wissenschaftlich sehr anspruchsvolle Aufgaben zu lösen“, erläutert Holger Neuendorf, Vertriebsleiter bei SMT & Hybrid. Die Schwerpunkte der Arbeiten des EMS-Providers sind die Entwicklung und Realisierung der Hardware der Basisstation, Untersuchungen zum Elektronikdesign einschließlich die EMV-Eigenschaften sowie die technologische Umsetzung der am Körper des Patienten angebrachten Signalkonzentratoren.

„Dabei können wir neben langjährigen Erfahrungen im Design von vernetzten Baugruppen und Geräten für Industrie, Automotive-Anwendungen, Medizintechnik und Raumfahrt auch in der Fertigung technologisch anspruchsvoller Baugruppen in das Projekt einbringen“, erläutert Neuendorf.

Die von SMT & Hybrid zu entwickelnde Basisstation fungiert als lokal stationiertes Datensammel- und Übertragungssystem. Ein leistungsfähiger 32-Bit-SH7760-Prozessor steuert das Gerät. Als Betriebssystem kommt Windows CE 5.0 in Verbindung mit einer Java-Virtual-Machine zum Einsatz. Die Daten der vier am Körper des Patienten adaptierten Signalkonzentratoren werden über ein ZigBee-Funk-Interface empfangen und anschließend komprimiert auf einer Flashcard gespeichert.

Im bisherigen Projektverlauf wurde dazu ein universelles USB-ZigBee-Funkmodul entwickelt und von SMT & Hybrid gefertigt. Mit diesem Modul lässt sich eine ZigBee-Verbindung zwischen beliebigen Geräten mit USB-Anschluss realisieren. Zudem ist eine Online-Überwachung des Patienten angedacht, bei der eine zyklische Datenfernübertragung der Messwerte an das Schlaflabor über ein integriertes UMTS/GPRS-Modul erfolgt. Als Benutzerschnittstelle fungiert ein TFT-Display mit Touchpad. Um eine hohe Akzeptanz der Gerätetechnik beim Patienten zu erreichen, wird angestrebt, eine Anleitungssoftware auf der Basisstation einschließlich Probeableitung und Beurteilung von einzelnen Signalen zu realisieren.

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