Der Paraquda von Essemtec

SMD-Bestückautomat mit Hightech-Antriebskonzept - Zahnriemen übertrifft Kugelumlaufspindel

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Jede Achse für Chips und Fine-Pitch

Die vier Achsen auf dem Bestückungskopf sind im Quadrat angeordnet. Für diese Anordnung sprechen zwei Gründe: Einerseits kann die Paraquda immer gleichzeitig zwei Bauteile aufpicken, unabhängig davon, ob die Feeder vorne, hinten, rechts oder links sind. Bei einer Anordnung in einer Reihe wäre dies nicht möglich.

Die Anordnung im Quadrat bringt auch Geschwindigkeitsvorteile bei der Bauteilvermessung: Die 2-Megapixel-Kamera kann alle vier Bauteile auf einmal fotografieren und die Bildverarbeitung (Cognex SMD4) kann parallel arbeiten.

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Das Paraquda-Visionsystem hat eine ganz besondere Beleuchtung mit drei unabhängigen Leuchtebenen, wodurch auch unterschiedliche Bauteile mit den gleichen Beleuchtungswerten richtig ausgeleuchtet werden.

Jede Bestückungsachse ist unabhängig von den anderen. Jede verfügt über eine eigenen Vertikal- und Rotationsantrieb. Letzterer sitzt direkt auf der Rotationsachse und ist dadurch präzise und spielfrei. Darum kann auch jede Achse für das ganze Bauteilspektrum eingesetzt werden, von kleinsten Chips bis zu großen Fine-Pitch-Bauteilen.

Die Optimierungssoftware, die die Bestückungssequenz optimiert und den Verfahrweg minimiert, kann daher immer mit vier gleichwertige Ressourcen rechnen. Der Bestückautomat ist redundanter, flexibler und deutlich schneller als andere vierachsige Bestückautomaten.

Komfortable Benutzeroberfläche ePlace

Die Paraquda wird erstmals mit ePlace bedient und programmiert, einer intuitiven, grafischen Benutzeroberfläche. ePlace macht die Bedienung sicher, liefert Tooltips und context-sensitive Hilfen, vervollständigt Eingaben automatisch, sucht intelligent und sortiert Listen sinnvoll - kurz: ePlace reagiert so, wie man es erwartet und hilft einem dort, wo man Hilfe braucht.

Vor allem aber macht ePlace die Steuerung einer komplexen Maschine einfach, denn nicht jeder Bediener spricht englisch, und Personal mit Fremdsprachenkenntnissen ist teuer. Grafische Darstellungen schaffen deshalb Klarheit, und wo Texte unumgänglich sind, ist die Mehrsprachigkeit integriert. Schulungslektionen sind ebenfalls integriert, sodass neues Personal sich schnell einarbeiten kann.

Die Arbeit mit ePlace auf der Paraquda erfordert weder Maus noch Keyboard, die Bedienung erfolgt alleine auf einem 19“-Wide-Touchscreen. Das Panel lässt sich in der Höhe und im Neigungswinkel verstellen. ePlace unterstützt den Bediener zudem mit Zoomfunktionen und optimiert die Ansichten so, dass so wenig wie möglich gescrollt oder geklickt werden muss.

Qualitätsmanagement vermeidet Fehler und Folgekosten

ePlace hilft auch Rüst- und Bestückungsfehler zu vermeiden. Die Basis bildet eine Auftragsverwaltung mit Archivsystem. Darauf aufbauend stehen Funktionen wie Jobplanung, Rüstoptimierung, Rüstlisten-Generator und Bauteil-Lagermanagement zur Verfügung. Beim Rüsten und Nachrüsten von Feedern wird mit einem Barcode-Lesegerät gearbeitet. Rüstfehler sind damit ausgeschlossen und die Bestände auf den einzelnen Rollen werden automatisch erfasst.

Zu Verwechslungen kann es nur noch durch falsche Etikettierung kommen oder beim Lieferanten selber. Gegen diese Fehlerquelle bietet die Option CVU Schutz, die Component Verification Unit. Sie prüft die elektrischen Werte eines Bauteils vor dem Bestücken, beispielsweise den Widerstand, die Kapazität oder die Polarität.

Ein Chip-Bestücker, Fine-Pitch-Bestücker, Spezialbestücker und Dosierautomat

Der Bestückautomat Paraquda ist vier Maschinen in einer: Ein Chip-Bestücker, ein Finepitch-Bestücker, ein Spezialbestücker und ein Dosierautomat. Zusätzlich zum Bestückungskopf können bis zu zwei Dosierventile integriert werden. Diese können Lotpaste, Klebstoffe, Flussmittel oder andere Flüssigkeiten dosieren. Linien, Kurven und Punkte sind möglich. Damit kann die Paraquda auch als Die-Bonder, für die Modulmontage oder für die Herstellung von Hybridprodukten zum Einsatz kommen.

Der Bestückungskopf ist mit vier Achsen ausgerüstet, die je über eine eigene Vertikal- und Rotationsachse verfügen, also individuell gesteuert werden können. Der Bereich der Bauteile, die mit diesem Kopf verarbeitet werden können, ist riesig: Er reicht von kleinsten 01005-Chips bis zu großflächigen Bauteilen mit 100 mm Seitenlänge. Die maximale Bauteilhöhe ist mit 25 mm und der minimale Pitch mit 0.3 mm spezifiziert.

Rüstkosten auf ein Miniumum reduziert

Um mit einem SMD-Bestück-Automaten flexibel arbeiten zu können, braucht es drei Dinge: Eine große Feederkapazität, intelligente Feeder, die automatisch erkannt werden und die Feeder, die während der Bestückung ausgetauscht werden können.

Essemtec baut seit je her die schmalsten Zuführungen der Welt. Die Feeder der Paraquda sind die gleichen wie beim Bestückungssystem FLX, damit ein Wechsel zur Paraquda einfach und günstig möglich ist. Die Feederkapazität der Paraquda ist noch höher als bei der FLX-Serie: 240 sind es beim Stand- alone-Modell, 120 bis 200 beim Inline-Modell, abhängig von der Leiterplattenbreite.

Diese Kapazität ermöglicht zum Beispiel Festrüstung, mit denen mehrere Jobs ohne Umrüsten hergestellt werden können. Es ist auch möglich, so komplexe Leiterplatten in einem Arbeitsgang zu fertigen, die früher in zwei oder mehr einzelnen Durchgängen hergestellt werden mussten.

Die Essemtec-Feeder sind intelligent, d.h. sie werden von der Paraquda automatisch erkannt und können im Betrieb umgerüstet werden. Damit verkürzt sich die Umrüstzeit, und die Stillstandszeit zwischen zwei Aufträgen schrumpfen fast auf Null.

Die Paraquda ist in zwei Varianten erhältlich, als Standalone- und als Inline-System, die mit der SMEMA-Schnittstelle einfach mit anderen Maschinen verbunden werden kann.

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