MIT-Projekt CATRA

Smartphone wird zum Augenarzt

| Redakteur: Peter Koller

Günstige und breit verfügbare Augendiagnose für Entwicklungsländer: Ein Vorsatzgerät macht das Smartphone zum Augenarzt (Erick Passos/MIT)
Günstige und breit verfügbare Augendiagnose für Entwicklungsländer: Ein Vorsatzgerät macht das Smartphone zum Augenarzt (Erick Passos/MIT)

Das iPhone wird zum Eye-Phone: MIT-Forscher haben ein Gerät entwickelt, das Smartphones zu einem Tool für die Diagnose von Augenkrankheiten macht.

Das Projekt CATRA wurde am Media Lab des Massachussets Institute of Technology entwickelt und soll die Diagnose von Linsentrübungen – englisch Cataract – insbesondere in Entwicklungsländern ermöglichen, wo sowohl ausgebildete Augenärzte als auch Diagnosegeräte wie Spaltlampen dünn gesät sind.

Dazu haben die Forscher um Ramesh Raskar aus handelsüblichen Komponenten ein Vorsatzgerät entwickelt. Der Patient sieht dadurch auf das Display des Smartphones, auf dem an verschiedenen Positionen Linien angezeigt werden. Erscheinen die Linien verschwommen, drückt der Patient einen Knopf am Telefon.

Auf diese Weise kann innerhalb von Minuten die Position, Form und Größe einer Eintrübung diagnostiziert werden, auch wenn der Patient hunderte von Kilometern vom Augenarzt entfernt ist.

Bei einem Test mit 22 Personen wurde bereits eine Linseneintrübung im Frühstadium entdeckt, die von einem Augenarzt kurz zuvor übersehen worden war.

CATRA ist Teil des umfassenderen Projektes NETRA, im dem weitere Smartphone-basierte Tools zur Augendiagnostik entwickelt werden. CATRA soll im nächsten Monat auf dem Siggraph-Konferenz offiziell vorgestellt werden.

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