Future Work Lab

Smarte Systeme und Assistenten formen die Fabrikhalle der Zukunft

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Individualisiertes und selbstständiges Lernen nah am Arbeitsplatz

Mit Blick auf Losgröße 1 und eine immer variantenreichere Produktion wird auch der personalisierte Montagearbeitsplatz im Demozentrum thematisiert. Dem Mitarbeiter wird dabei aktiv durch komplexe Montagevorgänge hindurch assistiert.

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Die Unterstützung kann durch Informationshäppchen erfolgen, mit kurzen Videos oder Bildern, die nur noch beim Spezifikum einzelner Varianten helfen. Das Lernen geschieht hier nah am Arbeitsprozess und ermöglicht einen individualisierbaren Wissensaufbau der Mitarbeiter. Was zum einen die Motivation durch selbstverantwortliches Lernen und zum anderen die Transparenz über die Wissensverteilung im Unternehmen steigern soll.

Neben zahlreichen Anwendungsbeispielen und Exponaten, so auch zur intelligenten Sensorik, zum Virtual Engineering oder zur digitalisierten Produktionsplanung, soll nun auch verstärkt die Lernwelt vorangetrieben werden. Da die zukünftige Arbeitswelt andere Kompetenzen von uns verlangt, als es heute noch der Fall ist, sollen Seminare, Workshops und Weiterbildungsmöglichkeiten sensibilisieren und auf das vorbereiten, was da noch kommen mag. Auch die Lernwelt steht für Flexibilität und Individualisierbarkeit und bietet darüber hinaus gezielt individuelle Schulungskonzepte für die Industrie 4.0 an, die die wissenschaftlichen Experten gemeinsam mit den Unternehmen entwickeln.

Die dritte und letzte Säule des Future Work Labs bildet die Ideenwelt, die als Plattform für den wissenschaftlichen Dialog sowie der weiteren Forschung rund um die Produktionsarbeit dient. Im Ideenzentrum findet ein reger Austausch zwischen Unternehmen, Politik und Gewerkschaften darüber statt, was sich alle Parteien unter der Arbeit der Zukunft vorstellen, was rechtlich erlaubt ist und wie man beispielsweise Ängsten und der Problematik der Akzeptanz begegnet. Dieser offene Dialog soll alle ansprechen und in einen stetigen Prozess miteinbeziehen. Aus diesem Grundsatz heraus ist auch das Future Work Lab entstanden, dessen Bandbreite in dieser Form unüblich ist und nur der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen Ergonomen, Medizinern, Maschinenbauern, Informatikern bis hin zu Arbeitswissenschaftlern zu verdanken ist.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal Maschinenmarkt.de.

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Über den Autor

Mag. Victoria Sonnenberg

Mag. Victoria Sonnenberg

Redakteurin MM MaschinenMarkt, MM MaschinenMarkt