Future Work Lab

Smarte Systeme und Assistenten formen die Fabrikhalle der Zukunft

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Wissen um Entwicklung erlaubt Gestaltungsfreiheiten

Das Innovationslabor beschäftigt sich mit der Kollaboration mit dem Großroboter. Optische, nicht trennende Schutzeinrichtungen und der Einsatz eines Schwerlastroboters ermöglichen neuartige und wandlungsfähige Fertigungsszenarien.
Das Innovationslabor beschäftigt sich mit der Kollaboration mit dem Großroboter. Optische, nicht trennende Schutzeinrichtungen und der Einsatz eines Schwerlastroboters ermöglichen neuartige und wandlungsfähige Fertigungsszenarien.
(Bild: Rainer Bez/Fraunhofer-IPA)

Denn wenn das Zukunftsszenario einer extrem ausgebauten Industrie 4.0 Wirklichkeit wird, werden Produktions- und Wissensarbeiter zusammengewachsen sein und man wird ein überproportionales Wachstum indirekter Tätigkeiten gegenüber direkten Tätigkeiten beobachten, die durch Maschinen ersetzt werden. Daraus werden sich neue Kooperationsmöglichkeiten ergeben, aber auch neue Kommunikationsmöglichkeiten. Und das Wissen um diese Entwicklung erleichtert die Herangehensweisen und bietet somit Gestaltungsmöglichkeiten und Gestaltungsfreiheiten. Da sich vieles ändern wird und neue Qualifikationsanforderungen gestellt werden, hat das Innovationslabor den Anspruch, unter anderem darzustellen, welche Digitalkompetenzen in Zukunft benötigt werden.

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Auch die bereits aktuelle Thematik der Mensch-Roboter-Kollaboration wird weitergedacht und soll aufzeigen, dass und auch wie sich die Arbeitstätigkeit, aber auch Arbeitsaufgaben verändern werden. Die Arbeit wird inhaltlich und zeitlich flexibler, woraus sich ganz neue Arbeitsorganisationsmöglichkeiten ergeben. Wenn in die konservative Produktion plötzlich moderne Technologien einfließen, kann das weitreichende Auswirkungen haben. Die flexible Arbeit könnte eine konsequente Präsenz obsolet werden lassen, Arbeitsplätze können individualisiert und Arbeitsumgebungen virtualisiert werden. Dabei spricht das Innovationslabor auch arbeitsorganisatorische Themen an wie das Crowdsourcing oder aber auch die Qualifizierung on the job und beschreibt, wie Mitarbeiter direkt am Arbeitsplatz qualifiziert werden können.

Das Innovationslabor versucht, mögliche Antworten auf die Frage nach der Zukunft der Arbeit zu geben und zur Diskussion zu stellen und an konkreten Beispielen zu zeigen, wie jene aussehen kann. Da sich ein mögliches Szenario nicht statisch betrachten lässt und sich zudem auch ständig ändert, müssen auch die Forscher ihre Themen stets erneuern und neu betrachten, wie der Fokus auf die zukünftige Industriearbeit aussehen kann.

Dabei werden Trends in der Gestaltung von Arbeit betrachtet, wie beispielsweise Usability und intuitive Bedienbarkeit, die für Akzeptanz der neuen Technologien bei Mitarbeitern sorgen. Von Sensorik für Gestenerkennung, kontextadaptiven Systemen und stark individualisierten Informationen ist die Rede. Von unterstützender physischer Assistenz wie Robotern oder Exoskeletten oder aber auch von digitaler Assistenz, einer situativ angemessenen Unterstützung des Menschen durch den Einsatz von intelligenten, sich anpassenden Technologien.

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Über den Autor

Mag. Victoria Sonnenberg

Mag. Victoria Sonnenberg

Redakteurin MM MaschinenMarkt, MM MaschinenMarkt