Smart Home: Sicherheit mit technischen Assistenzsystemen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Smarte Technik durchdringt immer mehr den Alltag. Dabei wird gern das Thema Sicherheit aus den Augen verloren. Die SmartHome Initiative Deutschland will gegensteuern.

Firmen zum Thema

Dank smarter Technik lässt sich beispielsweise der Energieverbrauch senken und die Sicherheit erhöhen. Industrie, Verbände, Behörden und die Versicherungswirtschaft haben eine Erklärung erarbeitet.
Dank smarter Technik lässt sich beispielsweise der Energieverbrauch senken und die Sicherheit erhöhen. Industrie, Verbände, Behörden und die Versicherungswirtschaft haben eine Erklärung erarbeitet.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Im Oktober 2017 wurden während der SmartHome Security Conference in Bad Soden wichtige Aspekte zwischen Experten aus Industrie, Verbänden, Behörden, Versicherungswirtschaft und zertifizierenden Instituten diskutiert. Diese sollen Bürgern, Medien, Politik und Verwaltung die Fakten aufzeigen und Hinweise für künftige Entscheidungen geben.

Ein wichtiger Grund, warum Sicherheit im Smart Home eine wichtige Rolle spielt, ist die Zunahme technischer Assistenzsysteme, der sogenannten Smart-Home-Technik, die zunehmend in Wohnungen und Häusern verwendet wird. Im Kraftfahrzeug sind solche Systeme längst zum Standard geworden, da sie Komfort und Sicherheit verbessern sowie den Energieverbrauch reduzieren.

In Wohnungen gelten die gleichen Gründe für die Installation von smarter Technik: Energieverbrauch senken, Komfort – besonders für ältere Menschen – erhöhen und Sicherheit verbessern. Das Thema Sicherheit im Smart Home wird gegenwärtig kontrovers diskutiert. Einerseits kann man mit Hilfe von Smart Home gegen Einbruch vorbeugen und Feuer oder Überflutung frühzeitig erkennen und melden. Auf der anderen Seite steht die smarte Technik im Verdacht, Bewohner auszuspähen und sogar Einbrecher per Internet Zugang zu den Wohnungen zu verschaffen.

Technische Assistenzsysteme und Sicherheit

Smarte Häuser und Wohnungen sind – wenn Smart-Home-Produkte fachgerecht installiert wurden – grundsätzlich sicherer als konventionelle. Smart Home ist dabei eine wertvolle Ergänzung zu mechanischer Sicherungstechnik. Die wichtigsten Punkte dabei sind:

  • Fälle von Einbrüchen „per Handy“ sind bisher nicht bekannt.
  • Bei Angriffen auf Smart-Home- bzw. IoT-Produkte steht aktuell nicht das Eigenheim im Fokus. Stattdessen wird versucht, Geräte und Dienste für andere kriminelle Zwecke zu missbrauchen.
  • Der Einsatz von Smart-Home-Technik kann vor Sach- und Personenschäden schützen und potentielle Einbrecher abschrecken.
  • Smart Home braucht nicht zwingend das Internet.
  • Sichere Router sind eine Grundvoraussetzung für Smart Home mit Internetzugang.
  • Cloud-Only-Lösungen sind potentiell gefährdet, da sie im Gegensatz zu rein lokalen Lösungen einen zusätzlichen Angriffsvektor bieten und sind gefährlich, da sie nicht über Notlaufeigenschaften verfügen.
  • Bestimmte Cloud-Dienste sind gut geeignet, eine sichere Kommunikation zwischen Smart-Home-Systemen, Bewohnern und Dienstleistern zu gewährleisten.

Artikelfiles und Artikellinks

Datei:

(ID:44982784)