Smart Farming: Mit drahtloser Sensorik 30 Prozent weniger Wasserverbrauch

| Redakteur: Jürgen Schreier

Bodenfeuchtigkeitsdaten werden weltweit zu einem Schlüsselbestandteil nachhaltiger Anbauprogramme, da die Produzenten mit immer unregelmäßigeren Wetterbedingungen und trockeneren Vegetationsperioden zu kämpfen haben.
Bodenfeuchtigkeitsdaten werden weltweit zu einem Schlüsselbestandteil nachhaltiger Anbauprogramme, da die Produzenten mit immer unregelmäßigeren Wetterbedingungen und trockeneren Vegetationsperioden zu kämpfen haben. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Kabellose Bodenfeuchtesensoren, die mit einem Kerlink-Referenzdesign entwickelt und gebaut wurden, erlauben in Verbindung mit der LoRaWAN-Techologie Landwirten ein optimiertes Wassermanagement unter Echtzeitbedingungen. Der Lohn: ein rund 30 Prozent geringerer Wasserverbrauch.

Der französische IoT-Spezialist Kerlink, und Sensoterra, ein niederländischer Anbieter drahtloser Bodenfeuchtesensorik, arbeiten zusammen. Landwirte sollen dadurch in die Lage versetzt werden, mittels datengesteuerter Entscheidungen ihren Wasserverbrauch auf dem Feld um bis zu 30 Prozent zu senken.

Sensoterra nutzt im Rahmen der Zusammenarbeit die LoRaWAN-basierte Low-Power- IoT-Reference-Design-Plattform von Kerlink zur Herstellung einer neuen Klasse von Bodenfeuchtesensoren, die in den USA, Europa sowie im asiatisch-pazifischen Raum eingeführt werden sollen.

Messung der Feuchtigkeit erhält die Bodengesundheit

Bodenfeuchtigkeitsdaten werden weltweit zu einem Schlüsselbestandteil nachhaltiger Anbauprogramme, da die Produzenten mit immer unregelmäßigeren Wetterbedingungen und trockeneren Vegetationsperioden zu kämpfen haben. Die genaue Messung der Feuchtigkeit auf ihren Feldern hilft den Landwirten, die Bodengesundheit zu erhalten, den Wasserschutz zu verbessern und die Erträge zu steigern.

Sensoterra arbeitet seit der Gründung im Jahr 2014 mit Landwirten zusammen, um intelligente Lösungen rund um das Thema Bodenfeuchtigkeit auf den Markt zu bringen. Neben der Bodenüberwachung für Reihenkulturen, Obstgärten und Beerenobst unterstützt die Technologie des Unternehmens auch die effiziente Wassernutzung bei öffentlichen und privaten Landschaftsbauprojekten sowie kommunalen Parks und Sportplätzen. Die aktuelle Sensorpalette von Sensoterra kann die Bodenfeuchtigkeit mit einer Genauigkeit von 99,5 Prozent messen. Die Sensoterra-Software ermöglicht es dem Landwirt, in die Bedingungen um einzelne Sonden herum hinein zu zoomen.

Kerlink-Plattform reduziert die F&E-Aufwendungen

„Weniger als zwei Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche weltweit sind für die Bodenfeuchtemessung ausgestattet, was einen sehr großen Markt für die drahtlose Bodenüberwachung und eine große Chance zur Verbesserung des Wasserschutzes darstellt“, so Christine Fraser-Boer, Chief Operating Officer von Sensoterra. "Sensoterra zielt auf diesen Bereich ab. Die LPIoT-Reference-Design-Plattform senkte die F&E-Kosten erheblich und verkürzte die Markteinführungszeit unserer neuen Feuchtigkeitssensoren. Wir erwarten die Zertifizierung unserer neuen Sonde durch die U.S. Federal Communication Commission (FCC) noch in diesem Jahr, sodass wir diese empfindlichen, intelligenten Sensoren in den USA bis zum Jahresende anbieten können."

Das Kerlink-LPIoT-Reference-Design gibt Entwicklern und Betriebsingenieuren eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die schnelle Konzeption und Produktion von IoT-verbundenen Endgeräten, die eine optimierte Funkleistung bei niedrigem Energieverbrauch bieten. Die Plattform wird kontinuierlich mit den neuesten LPWA-Spezifikationen und -Standards aktualisiert und beinhaltet den neuen Transceiver SX1262 von Semtech, der sich optimal für drahtlose Anwendungen mit großer Reichweite und langer Akkulaufzeit eignet.

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Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Bandbreite.io.

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