Embedded-Standard Qseven

Skalierbares Modul von Single-Core bis Quad-Core

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Als Modul für Embedded-Anwendungen liegt die in Aussicht gestellte Verfügbarkeit bei mindestens 7 Jahren. Für das Modul stehen Treiber und Betriebssystem-Unterstützung für alle wesentlichen populären Embedded-Betriebssysteme zur Verfügung, unter anderem der Support für Linux und Windows Embedded Compact 7. Da der Prozessor auf ARM Cortex-A9 beruht, steht seiner Unterstützung durch das nahende Windows 8 RT nichts im Wege.

Benutzerschnittstellen mit hohen Grafikanforderungen

Kein anderes Qseven-Modul bietet einen derart breiten Bereich an Rechenleistung wie das Q7-IMX6, das als kompatibles Modul mit Single-Core-Prozessor, Dual-Core- und mit Quad-Core-CPU verfügbar ist. Bei nur moderaten Unterschieden in der Stromaufnahme kann der Anwender zwischen einem günstigen Modul mit Einkern-Rechner, mehreren Zwischenstufen und dem Spitzenmodell mit Quad-Core-Prozessor wählen, die alle auf dasselbe Basisboard passen und darüber hinaus auch mit derselben Software und Firmware laufen. Echte Kompatibilität und auch nachträgliche Austauschbarkeit machen das Modul zu einem Alleskönner für einen sehr weiten Anwendungsbereich.

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Als Beispiel dient eine Applikation, die als Einstiegsmodell mit einer Single-Core-CPU ausgestattet ist und per Software über einen begrenzten Feature-Vorrat verfügt. Mit einem Dual-Core-Modul könnten weitere Features freigeschaltet werden, um ein höherwertiges Gerät zu realisieren, das dennoch auf derselben Basishardware beruht. Selbst für ein Spitzenmodell mit Quad-Core-Prozessor könnte die Hardware gleich bleiben, während die hohe zur Verfügung stehende Rechenleistung und das Freischalten des kompletten Feature-Sets der Software für eine nochmals deutliche Anhebung des „Nutzererlebnisses“ sorgen würden.

Für das Qseven-Modul mit den i.MX6-Prozessoren lassen sich viele Anwendungen anführen, die durch die hohe Rechen- und Grafikleistung sowie verfügbaren Schnittstellen unmittelbar realisierbar wären. Dazu gehören alle Formen von Human-Machine-Interfaces (HMI), die hohe Anforderungen an die grafische Darstellung stellen und auch noch numerisch intensive Rechenaufgaben lösen müssen, was durch Wahl der geeigneten Kernzahl des Prozessors anpassbar ist.

POS- und POI-Anwendungen aufwerten

In der Medizintechnik kann man sich Bediengeräte vorstellen, die ähnlich hohe Anforderungen stellen und die Skalierbarkeit der Performance mittels Modulwechsel nutzen könnten. Im Bereich der Kassensysteme (POS = Point of Sales) und der Anzeigesysteme (POI = Point of Information) sind bereits heute viele Anwendungen für Qseven-Module zu finden. Durch die Leistungspalette stellt das Q7-IMX6 ein Allzweckmittel zur Lösung fast aller denkbaren Anforderungen dar.

Sogar für die großen Display-Systeme von „Digital Signage“ kann man sich bis zu einer gewissen Grenze kompakte und stromsparende Controllersysteme auf Basis des Moduls vorstellen. Und wegen der erweiterten Temperaturgrenzen sowie der niedrigen Leistungsaufnahme kommt es auch für tragbare, batteriegespeiste Anwendungen in Frage. Hier wäre auch der große Vorteil anzuführen, dass Qseven-Module mit 7 cm x 7 cm Abmessung sehr kompakte Systeme ermöglichen, die im Regelfall mit passiver Kühlung auskommen.

* * Peter Eckelmann ist Product Marketing Manager für Embedded Computer Technology bei MSC in Stutensee.

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