Skalierbare Hard- und Softwareplattform als Wachstumschance

| Redakteur: Hendrik Härter

Mit der Hard- und Softwareplattform Jupiter will Jumo die digitales Transformation in der Mess- und Automatisierungsbranche begegnen.
Mit der Hard- und Softwareplattform Jupiter will Jumo die digitales Transformation in der Mess- und Automatisierungsbranche begegnen. (Bild: Jumo)

Künftig steht bei Sensor- und Automatisierungsspezialist Jumo eine Hard- und Softwareplattform im Mittelpunkt, auf die künftige Produktgenerationen aufbauen sollen. Sie ist ein Baustein für die Neuausrichtung des Unternehmens.

Wer in der digitalen Welt mithalten will, der kombiniert Hard- und Software auf einer Plattform und baut darauf seine künftigen Produkte und Services auf. So auch Sensor- und Automatisierungsspezialist Jumo aus Fulda. Auf der jährlichen Pressekonferenz des Unternehmens präsentierte der geschäftsführende Gesellschafter Bernhard Juchheim durchweg gute Zahlen: Einen um 14 Mio. Euro gestiegenen Umsatz auf 248 Mio. Euro oder eine um sieben Prozent gestiegene Exportquote sind einige wichtige Eckzahlen.

Doch Geld will man künftig mit den Wachstumstreibern Digitalisierung, Konnektivität, Sicherheit, Energie und Umwelt verdienen. Um weiter wachsen zu können und das gesteckte Ziel von vier Prozent Wachstum für 2019 zu erreichen, will sich die Unternehmensgruppe neu ausrichten und für die Zukunft gestärkt aufstellen. Dabei helfen soll unter anderem eine Hard- und Softwareplattform mit dem vielversprechenden Namen Jupiter. Basis ist eine Hardware-Plattform mit einem 800-MHz-Prozessor, der je nach Anwendung als Single-, Dual- oder Quad-Core-Variante eingesetzt werden kann. Das CPU-Modul ist steckbar und kann über Schnittstellen wie Ethernet, USB, PCIe, UART, SPI, I²C und GPIOs an die Anforderungen angepasst werden.

WLAN und Bluetooth an Bord

Auf Seiten der Software setzt Jumo auf eine Linux-Plattform, die modular aufgebaut ist und eine hohe Skalierbarkeit der Performance, Speicher und Schnittstellen erlaubt. Durch Standards bei der Internet Security und der Kryptographie sollen die Anwender auch beim Cloud-Computing auf der sicheren Seite sein. In Sachen Konnektivität ist die Jupiter-Plattform mit WLAN und Bluetooth ausgerüstet. Zudem lassen sich TFT-Displays anschließen, womit umfangreiche Bedienkonzepte, Multigestensteuerung und animierte Bildübergänge möglich sein sollen.

Als eine der ersten Anwendungen kommt die Jupiter-Plattform in das Automatisierungssystem Jumo „variTRON“ zum Einsatz. Laut Hersteller sind dann bis zu 64 intelligente Anschaltmodule möglich und per Ethernet lassen sich maximal zehn Bedienpanels parallel anschließen. Für die individuelle kundenspezifische Bedienung per CODESYS Remote Target Visu und WebWisu stellt Jumo Visualisierungsbibliotheken bereit. Zudem garantiert der Hersteller die Flexibilität des Systems durch die Integration wichtiger Feldbussysteme per CODESYS wie MODBUS RTU/TCP Master und Slave, Profinet Controller, EtherCAT Master sowie OPC UA Server.

Über die Profinet-Schnittstelle lässt sich das System an übergeordnete Steuerungssysteme als Device anbinden. Zusätzlich stehen für das Automatisierungssystem ein neues Router-Modul und ein digitales I/O-Modul zur Verfügung. Geplant ist, die Jupiter-Plattform als Basis für weitere Produkte von Jumo einzusetzen.

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