Toshiba TXZ-Serie

Single-Chip-MCU zur Motorsteuerung mit geringer Anschlusszahl

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Die MK4-MCU aus der TXZ-Serie von Toshiba: Die Einchip-MCU besitzt nur 64 Pins, ist aber dennoch in der Lage, zwei Motoren gleichzeitig anzusteuern.
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Die MK4-MCU aus der TXZ-Serie von Toshiba: Die Einchip-MCU besitzt nur 64 Pins, ist aber dennoch in der Lage, zwei Motoren gleichzeitig anzusteuern. (Bild: Toshiba)

Toshiba führt die MK4-MCUs, die zweite Serie aus der TXZ-Familie schneller, stromsparender Mikrocontroller auf Basis des ARM Cortex-M4F Cores, ein. Die Einchip-Lösung mit geringer Anschlusszahl (32 bis 64 Pins) erlaubt die Ansteuerung mehrerer Motoren.

Die Ansteuerung zweier Motoren erfordert in der Regel eine MCU in einem Gehäuse mit etwa 100 Anschlüssen. Toshibas 64-Pin TXZ-MCUs MK4 können jedoch zwei Motoren ansteuern. Sie basieren auf dem ARM Cortex-M4F Core, der mit bis zu 80 MHz Taktfrequenz betrieben wird und Fließkomma-Hardware enthält, und bieten schnellen Flash-Speicher mit 80 MHz-Betrieb, einen Coprozessor für Toshibas Original-Vector-Engine sowie einen 3-Kanal-Operationsverstärker mit einstellbarer Verstärkung. Ein integrierter schneller A/D-Wandler mit 0,5μs Wandlungszeit erfasst die Motorposition.

Die MCUs der TXZ-Serie unterstützen die RAMScope-Schnittstelle. Diese bestätigt die Parameter in Echtzeit, ohne Motoren anzuhalten, um motorrelevante Parameter in das RAM zu laden. Eine Selbstdiagnosefunktion bestätigt die Referenzspannung des A/D-Wandlers und ein CRC-Arithmetik-Schaltkreis erkennt die fehlerhafte Erfassung jeder Speicher-Leseoperation. So wird die Softwareverarbeitung unterstützt, die für die funktionale Sicherheit erforderlich ist.

Die Bausteine sind mit Flash-Speicher von 64 bis 128 KByte erhältlich. Zu den Kommunikationsschnittstellen zählen UART, TSPI und I2C; die Zahl der I/O-Ports reicht von 24 bis 52. Der Betriebsspannungsbereich beträgt 4,5 bis 5,4V. Eine integrierte Advanced Vector Engine Plus (A-VE+) unterstützt Vektorregelung und Totzeit-Kompensation; ein Advanced Programmable Motor Control (A-PMD) Schaltkreis stellt einen 3-Phasen-Ausgang bereit und unterstützt eine verschachtelte 3-Phasen-Leistungsfaktorkorrektur (PFC). Der Betriebstemperaturbereich reicht von -40 bis +105°C.

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Guter Chip, aber schade, ohne CAN  lesen
posted am 07.10.2016 um 16:12 von hj.oertel


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