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x86-basierter SBC Single-Board-PC mit Apollo Lake CPU und aufrüstbarem Speicher

| Autor: Sebastian Gerstl

Die meisten SBCs verfügen über fest verbautes RAM und begrenzte Möglichkeiten zum Anschluss von Massenspeichern. Motherboard-Hersteller Gigabyte hat nun einen Einplatinenrechner vorgestellt, der ähnlich wie ein regulärer PC SO-DIMM-Slots für Arbeitsspeicher und mehrere Anschlussmöglichkeiten für externe Festplatten bietet.

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Intel Celeron N3350 DualCore-Prozessor mit bis zu 2,4 GHz, auf 8GByte RAM aufrüstbarer SO-DIMM Slot und Mini-PCIe-Slots zur Nachrüstung einer WLAN-Karte oder einer mSATA-SSD: Der 146 x 102mm messende GA-SBCAP3350 von Gigabyte lässt die Grenze zwischen Single-Board-Computer und 'klassischem' PC weiter verschwimmen.
Intel Celeron N3350 DualCore-Prozessor mit bis zu 2,4 GHz, auf 8GByte RAM aufrüstbarer SO-DIMM Slot und Mini-PCIe-Slots zur Nachrüstung einer WLAN-Karte oder einer mSATA-SSD: Der 146 x 102mm messende GA-SBCAP3350 von Gigabyte lässt die Grenze zwischen Single-Board-Computer und 'klassischem' PC weiter verschwimmen.
(Bild: Gigabyte)

Mit einem Formfaktor von 146 mm x 102 mm ist der angekündigte SBC GA-SBCAP3350 des taiwanischen Mainboard-Herstellers Gigabyte signifikant größer als beispielsweise ein Raspberry Pi 3 (85,60 mm × 56,5 mm). Dafür bietet der Einplatinenrechner etwas, auf das die meisten Single Board Computer im Scheckkartenformat grundsätzlich verpflichten: Einen Einkanal-DDR3L SO-DIMM Slot, der sich um einen bis zu 8 GByte großen Arbeitsspeicherriegel aufrüsten lässt. Verwendet werden kann hier DDR3L-1333, -1600 und -1866 RAM - das Maximum von dem, was die verwendete CPU, ein Intel Celeron N3350 Dual-Core-Prozessor, unterstützt.

Der x86-basierte Rechner verwendet einen Quad-Core Celeron N3350 SoC mit 1,6 GHz. Die CPU verfügt über 2 MByte an Cache.

Ein weiteres interessantes Feature des Einplatinenrechners sind die beiden Mini-PCIe-Slots. Der erste ist ein MSATA-Anschluss und dient für den Anschluss einer etsprechenden SSD, der zweite, ein MPCIE1-Slot, erfüllt den PCI Express 2.0 Standard und kann genutzt werden um eine kleinformatige WLAN-Karte anzuschließen.

An Displayanschlüssen stellt der GA-SBCAP3350 einen HDMI- und einen VGA-Port zur Verfügung. Ersterer bietet eine Auflösung von 3840 x 2160 bei 30 Hz, über letzteren ist eine Ausgabe von 1920 x 1200 Pixeln bei 60 Hz Bildwiederholungsrate möglich. Der integrierte Sound stützt sich auf einen Realtek ALC255-Codec.

Zu den weiteren Anschlüssen zählen zwei USB-3.0-Schnittstellen und zwei Gigabit-Ethernet-Ports basierend auf einem Realtek-Chip. Hinzu kommen vier I/Os für serielle Anschlüsse, 1 LPT/GPIO-Header, 1 Header für LPT Konfiguration, einen für I2C und einen für SMBUS. Das Board verwendet keine aktive Prozessorkühlung, statt dessen ist ein SoC-Kühlelement aus Aluminium angebracht, dass die Wärme über 10 Knotenpunkte ableitet.

Das Board soll Windows 10 (64 Bit) unterstützen und nach Angaben von Gigabyte nicht für die Verwendung älterer Betriebssystemversionen ausgelegt sein. Die Verwendung von Linux ist grundsätzlich möglich, auf der Unternehmensseite heißt es aber, dass hierfür für die verwendeten Chipsätze keine eigenen Treiber zur Verfügung gestellt werden, der Endanwender muss sie also direkt von jeweiligen Hersteller oder aus anderer Quelle beziehen.

Einen Preis oder ein Datum für die Verfügbarkeit des SBC hat Gigabyte bislang noch nicht bekannt gegeben. Der für Formfaktor legt nahe, dass es sich hierbei womöglich nicht um ein Konkurrenzprodukt zum Raspberry Pi für den Endverbraucher handeln könnte, sondern dass sich der GA-SBCAP3350 eher an den Embedded- und Enterprise-Markt richtet.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Herstellers: www.gigabyte.com

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