Fehlende Freigaben Siltronic-Übernahme durch Globalwafers nicht mehr in 2021

Autor / Redakteur: dpa / Michael Eckstein

Die Übernahme des deutschen Wafer-Herstellers Siltronic durch den taiwanesischen Chipzulieferer Globalwafers verzögert sich. Angesichts des globalen Chipmangels prüfen die Behörden ausstehende Freigaben offenbar besonders penibel, schließlich sind die Silizium-Scheiben essenzielle Vorprodukte für die Halbleiterproduktion.

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Die Silizium-Wafer von Siltronic sind essenzielles Vorprodukt für die Halbleiterfertigung in aller Welt – und damit entscheidend für die Versorgungssicherheit der Chipindustrie.
Die Silizium-Wafer von Siltronic sind essenzielles Vorprodukt für die Halbleiterfertigung in aller Welt – und damit entscheidend für die Versorgungssicherheit der Chipindustrie.
(Bild: Siltronic)

Aufgrund sich hinziehender Gespräche über regulatorische Freigaben erfolgt der Vollzug des Zusammenschlusses mit Globalwafers voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr, teilte Wacker-Chemie-Tochter Siltronic am Freitag in München mit. Die Verhandlungen mit den Behörden über die Konditionen der ausstehenden Freigaben liefen noch.

Im Sommer hatte das Management von Siltronic den Abschluss noch für das zweite Halbjahr erwartet. Da fehlten noch die außenwirtschaftsrechtlichen Freigaben aus Deutschland sowie Fusionsfreigaben in den USA, China und Japan.

Versorgungssicherheit für die Chipindustrie gefährdet?

Zur Frage, wie es hier insbesondere mit Blick auf die Freigabe durch das Bundeswirtschaftsministerium aussieht, hatte sich die Siltronic-Führung damals bei der Telefonkonferenz mit Analysten nicht äußern wollen.

Wichtig dürfte vor allem sein, ob das Ministerium negative Auswirkungen auf die nationale Sicherheit und die Versorgungssicherheit für die Chipindustrie sieht. Gerade wegen der im Zuge der Corona-Pandemie entstandenen Engpässe blickt die Politik sehr genau auf solche Themen.

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