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8-Bit-Mikrocontroller Silicon Laboratories kündigt erste 8-Bit-MCU mit 0,9-V-Betriebsspannung an

| Redakteur: Holger Heller

Silicon Laboratories kündigt die branchenweit ersten 8-Bit-MCUs mit einer Betriebsspannung von 0,9 V an und verspricht damit eine längere Batterielebensdauer bei tragbaren Geräten.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die C8051F9xx-Familie ist mit einem DC/DC-Boost-Wandler ausgestattet, der bis zu 65 mW Leistung für den MCU-Eigenverbrauch und zur Ansteuerung anderer Bauteile bereitstellt. Damit steht laut Silicon Labs eine echte Monozellen-Systemlösung zur Verfügung. Für batteriebetriebene Produkte, wie drahtlose Sensornetzwerke, Rauchmelder, tragbare medizintechnische Geräte, Fernbedienungen, Computer-Peripherie und tragbare Audiogeräte, ermöglicht die Baureihe kleinere Formfaktoren, eine längere Batterielebensdauer und geringere Systemgesamtkosten – und das sowohl im Mono- als auch im Duozellenbetrieb.

Stellt mit 0,9 V Betriebsspannung Ultra-Low-Power-MCUs vor: Gary Franzosa von Silicon Labs (Archiv: Vogel Business Media)

„In vielen Low-Power-Applikationen, die zwischen 0,9 und 3,6 V betrieben werden, befindet sich die MCU meist im Sleep-Modus und wacht regelmäßig auf, um Daten zu empfangen“, erklärt Gary Franzosa, Marketing Manager Interface Products MCU bei Silicon Labs, „die C8051F9xx-MCUs nutzen nun eine Technik, die einen Sleep-Modus-Strom von weniger als 50 nA erfordert.“

Franzosa weiter: „Wacht der Baustein aus seinem Low-Power-Sleep-Modus auf, arbeitet die CPU mit 25 MIPS und kann eine A/D-Wandlermessung innerhalb von 2 µs durchführen. Die Ausführung von Messungen und Algorithmen braucht daher nur einen minimalen Zeitaufwand. Um die Batterielebensdauer im Aktivmodus zu erhöhen, ist ein Strom von 170 µA/MHz erforderlich.“

SOC-Lösung mit hoher Funktionsdichte

Neben der geringen Stromaufnahme bieten die Bausteine auch eine hohe Funktionsdichte auf kleinem Raum: 64 KByte Flash und 4 KByte RAM sind im 4 mm x 4 mm großen Gehäuse mit integriert. Für Anwendungen wie Data-Logging steht damit mehr Speicher zur Verfügung. Die Baureihe enthält auch einen 10-Bit-A/D-Wandler mit 300 KSamples/s, eine Wake-up-Spannungsreferenz, ein SmaRTClock-Timing-Modul und mehrere Oszillatoroptionen, womit sich eine echte SOC-Lösung ergibt.

Blockdiagramm der F9xx-MCUs von Silicon Labs (Archiv: Vogel Business Media)

Das dazugehörige Entwicklungskit ist mit einer integrierten Entwicklungsumgebung (IDE), Target-Board, Kabel, Stromversorgung und dem eigenen Power Estimation Tool ausgestattet, einem GUI-basierten Tool, das Details über die Batterie-Entladecharakteristika bereitstellt. Über eine anwendereditierbare Tabelle können Entwickler die Low-Voltage-/Low-Power-MCU-Applikation eines Kunden optimieren. Mithilfe einer ToolStick-Tochterkarte und eines Basisadapters lässt sich auch eine Evaluierung vornehmen.

Die Preisbildung für die C8051F9xx-Familie beginnt bei 1,99 US-$ (bei Abnahme von 10.000 Stück). Entwicklungskits sind zum Preis von 99 US-$ erhältlich; ToolStick-Tochterkarten für 17,90 US-$. Der Kauf von Samples und Entwicklungs-Tools ist über den u.g. Link auf der Silicon Labs Website möglich.

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