Schaltungsschutz Silber: unersetzlich in Hochleistungssicherungen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Der NH/HH-Recyclingverein thematisiert den EU-Plan, Silber als toxischen Stoff zu klassifizieren. Ein Kurzfilm unterstreicht die Unersetzlichkeit des Metalls in Hochleistungssicherungen.

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Sicherungen: Silber ist in diesen Schaltungsschutzkomponenten unverszichtbar.
Sicherungen: Silber ist in diesen Schaltungsschutzkomponenten unverszichtbar.
(Bild: NH-HH Recyclingverein)

Eine Eingabe aus Schweden bei den EU-Behörden in Brüssel enthält die Absicht, in Zukunft Silbernitrat und metallisches Silber als reproduktionstoxische Stoffe in einer EU-weiten Klassifikation und Kennzeichnungspflicht zu festzulegen. Silber wird als Rohmaterial in einer ganzen Reihe von Erzeugnissen in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt. Auch in der Elektro- und Elektronikindustrie spielt das Metall eine physikalische Schlüsselrolle, z.B. in Hochleistungssicherungen für einen sicheren und zuverlässigen Energiefluß.

Der NH/HH-Recyclingverein, ein Zusammenschluss namhafter deutscher Sicherungshersteller, möchte auf mögliche Auswirkungen auf die Produkte und deren Anwendung hinweisen. In einem auf seiner Webseite veröffentlichten Kurzfilm unterstreicht der Verein für ein breites Publikum verständlich die Rolle von Silber in NH/HH-Sicherungseinsätzen.

„Silber wird seit Jahrtausenden für verschiedene Zwecke vom Menschen verwendet, und bisher konnte keinerlei toxische Wirkung festgestellt werden“, betont Volker Seefeld, Vorstandsvorsitzender des NH/HH-Recyclingvereins. „Das Metall hat die höchste thermische und elektrische Leitfähigkeit und ist deshalb ein unersetzlicher Rohstoff in modernen Sicherungen und Schaltgeräten für die Energieversorgung. Das gilt besonders auch für den Betrieb von langlebigen Windkraft- und PV-Anlagen, von denen ein erheblicher Teil des Erfolgs unserer Energiewende abhängt. Bestrebungen von Seiten der EU-Behörden, Silber als toxischen Stoff zu deklarieren, würde im Endeffekt die Umsetzung einer umweltfreundlichen Energieversorgung Europas und damit die Erreichung der ehrgeizigen Klimaziele der EU-Kommission massiv torpedieren und einem führenden Industriezweig unseres Landes großen Schaden zufügen.“

Der Film ist auf der Webseite des Vereins in deutscher und englischer Sprache abrufbar.

Gegründet wurde NH-HH Recycling 1995 als gemeinnütziger Verein zur Förderung des umweltgerechten Recyclings von abgeschalteten NH/HH Sicherungseinsätzen. Als freiwillige Initiative der deutschen Sicherungshersteller widmet sich der Verein dem Recycling von ausgedienten Schmelzsicherungen als Beitrag für einen nachhaltigen Wirtschaftskreislauf. Energieversorger, Industrieunternehmen, mittelständische Betriebe und das Elektrohandwerk beteiligen in sich ganz Deutschland über ein vom Verein finanziertes flächendeckendes Sammelsystem. Die Überschüsse verwendet der Verein ausnahmslos in Form von Spenden zur Finanzierung von Forschung, Lehre, Aus- und Weiterbildung. Mitglieder des Vereins sind die deutschen Sicherungshersteller Driescher Wegberg, EFEN, Hager, Jean Müller, MERSEN, SIBA und Siemens. www.nh-hh-recycling.de

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