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Siglent SDS2000X Plus: Vier Modelle mit mehr Standardfunktionen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Egal ob als Modell mit zwei oder vier Kanälen: Siglent bringt mit seinem SDS2000X Plus ein neues Einsteiger-Oszilloskop auf den Markt. Mit einer maximalen Bandbreite von 350 MHz und noch einmal mehr Standard-Funktionen.

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Ab dem 16.1. verfügbar: Das Siglent SDS2000X Plus mit maximal 350 MHz
Ab dem 16.1. verfügbar: Das Siglent SDS2000X Plus mit maximal 350 MHz
(Bild: Siglent)

Nach fünf Jahren auf dem Markt bekommt die 2000er Serie von Siglent nachwuchs mit der SDS2000X Plus. Dabei soll nach Angaben von Siglent das Plus für eine umfangreiche Standardkonfiguration und vielen Optionen. Insgesamt gibt es vier Modelle: Ein Zweikanalmodell mit einer Bandbreite von 100 MHz, welches per Softwareupgrade auf 350 MHz erweitert werden kann und drei Vierkanalmodelle mit Bandbreiten von 100, 200 und 350 MHz. Zusätzlich kann das Modell mit den vier Kanälen und der Banbreite von 350 MHz auf maximal 500 MHz aufgerüstet werden. Dann ist die maximale Bandbreite auf zwei unabhängigen Kanälen verfügbar.

Wer die Bedienung des SDS5000X kennt, wird sie bei der Serie SDS2000X Plus wiederfinden. Dies enthält die übersichtliche Menüstruktur, einen 10-Zoll-Touchscreen, eine externe Maus- und Tastatursteuerung und einen eingebauten Webserver.

Video: Was die Serie SDS2000X Plus bietet

Vertikale Einstellung von 500 µV/div

Darüber hinaus bietet das Oszilloskop einen 10-Bit-Modus, welcher durch Oversampling und Mittelung die höhere Auflösung erreicht. Kombiniert mit der kleinsten vertikalen Einstellung von 500 µV/div können mit dem X Plus selbst kleinste Signaldetails ausfindig gemacht und dargestellt werden. Die 4-Kanal-Modelle werden mit zwei 2 GS/s ADCs und zweimal 200 Mpts Speichermodulen geliefert. Dank der hohen Speichertiefe ist eine hohe Abtastrate auch bei größeren Zeit/div-Einstellungen gegeben. Das hilft den Entwickler bei der Analyse von hochfrequenten Inhalten auf langsam wechselnden Signalen.

Der Sequenz-Modus erhöht die Kurven-Erfassungsrate auf bis zu 500.000 wfm/s. Damit wird die Totzeit des Oszilloskops gegenüber dem Normal-Modus um einen Faktor von ungefähr vier verringert und ermöglicht dem Entwickler seltene Signalanomalien schneller zu finden. Dieser spezielle Modus optimiert ebenso die Nutzung des verfügbaren Erfassungsspeichers.

Die integrierten Bode-Plot-Funktion ermöglicht zusammen mit dem optionalem Funktionsgenerator und seinen 50 MHz eine platzsparende und kostengünstige Frequenzanalyse, ohne das zusätzliche externe Instrumente notwendig sind. Bei der Entwicklung von Schaltnetzteilen (SMPS) werden Bode-Plots regelmäßig verwendet, um die Phasen- und Amplitudenreserve von rückgekoppelten Systemen zu messen, um damit die Stabilität des Designs zu bestimmen.

Leistungsanalyse-Option

Die X-Plus-Serie verfügt außerdem über eine Leistungsanalyse-Option. Damit lassen sich wichtigen Messungen automatisieren und alle üblichen Spannungsversorgungseigenschaften bestimmen. Zusammen mit Stromzangen und Differenzspannungstastköpfen eignet sich die Option beim SMPS-Design. Folgende Features sind standardmäßig enthalten: Zonentrigger, Counter, Totalizer, Maskentest, Historie mit Suchfunktion, FFT-Analyse mit bis zu zwei Millionen Punkten, serielle Bus-Triggerung und -Dekodierung für I²C, UART, SPI, LIN, CAN.

Eine vertikale Auflösung von 10 Bit, Bandbreiten von 100, 200 und 350 MHz oder eine Samplling-Rate von 2 GS/s.
Eine vertikale Auflösung von 10 Bit, Bandbreiten von 100, 200 und 350 MHz oder eine Samplling-Rate von 2 GS/s.
(Bild: Siglent)

Weitere optionale Funktionen sind I²S-, CAN-FD-, FlexRay- und MIL-Dekodierung, 16 digitale Kanäle, sowie die Bandbreitenupgrades. Der Startpreis für die Zwei-Kanal Variante liegt bei 899 Euro (netto), die Vier-Kanal-Modelle starten ab 1199 Euro (netto).

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