Smart Factory Siemens verbessert seine Plattform für das Gebäudemanagement

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

In der aktuellen Version Desigo CC bietet Siemens die Möglichkeit, Daten mit der Produktion über eine Schnittstelle zu Simatic S7 auszutauschen. Verbessert wurde auch die IT-Sicherheit dank verschlüsselter Client- und Serverkommunikation.

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Die Plattform für das Gebäudemanagement von Siemens bietet mehr Schnittstellen und eine verbesserte IT-Sicherheit.
Die Plattform für das Gebäudemanagement von Siemens bietet mehr Schnittstellen und eine verbesserte IT-Sicherheit.
(Bild: Siemens)

Erweiterte Schnittstellen und Kommunikationsprotokolle bietet die neue Version von Siemens seiner Gebäudemanagementplattform Desigo CC. Damit sollen sich Gewerke wie Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK), der Raumautomation, Einbruchmelde- und Zutrittskontrollsysteme einbinden lassen.

Zusätzlich lassen sich auch Schutzeinrichtungen der Energieverteilung, wie beispielsweise der Sentron 3VA-Kompaktleistungschalter, in die Gebäudetechnik integrieren. Der Leistungsschalter kann jetzt Statusmeldungen und Messdaten direkt an Desigo CC übermitteln. Dadurch können Anwender unter anderem den aktuellen Energiebedarf verschiedener Verbraucher im Gebäude ablesen und bei ungewöhnlichen Veränderungen schneller reagieren.

Datenaustausch mit Simatic S7

Der Datenaustausch mit der Produktion wird über eine Schnittstelle zum Industrieautomationssystem Simatic S7 gewährleistet. So kann etwa die Lüftung rund um eine wärmeerzeugende Maschine bedarfsgerecht gesteuert werden.

Blickt man auf die Systemfunktionen, so hat der Hersteller die Bedienung überarbeitet. Die Navigation wurde ähnlich zu der von bekannten Betriebssystemen gestaltet. Über eine App für Smartphones und Tablet-PCs können Nutzer nun außerdem mobil auf Desigo CC zugreifen und werden über Ereignismeldungen und Alarme – etwa wenn die Heizung ausfällt – informiert.

Die IT-Sicherheit der Softwareplattform wurde ebenfalls verbessert: Alle Clients und Server kommunizieren verschlüsselt miteinander und unterstützen dabei Trust-Center-Zertifikate von Verisign oder Symantec. Die Plattform lässt sich in eine demilitarisierte Zone – ein eigenständiges und speziell geschütztes Netzwerk – einbinden und arbeitet mit allen gängigen Firewalls zusammen. Ergänzend mit den Zugriffsrechten, für die jeder Nutzer exakt nach Rolle und Verantwortlichkeit definiert sind.

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