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Künstliche Intelligenz Siemens und IBM bringen Watson Analytics auf IoT-Betriebssystem

| Redakteur: Franz Graser

Siemens und IBM planen, Watson Analytics sowie weitere, auf Cognos Analytics basierende Werkzeuge in das IoT-Betriebssystem MindSphere zu integrieren. Letzteres erlaubt Industriebetrieben, große Mengen von Produktionsdaten zu erfassen und zu analysieren.

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Die industrielle IoT-Plattform MindSphere dient als Basis für unterschiedliche Applikationen, sogenannte MindApps. Die hier gezeigte dient dazu, Werkzeugmaschinen zu überwachen und somit deren Produktivität zu steigern. Durch die Watson-Techniken werden die Analysemöglichkeiten noch weiter angereichert.
Die industrielle IoT-Plattform MindSphere dient als Basis für unterschiedliche Applikationen, sogenannte MindApps. Die hier gezeigte dient dazu, Werkzeugmaschinen zu überwachen und somit deren Produktivität zu steigern. Durch die Watson-Techniken werden die Analysemöglichkeiten noch weiter angereichert.
(Bild: www.siemens.com/press)

Ziel der Integration der IBM-Techniken ist es, den Einsatz von Datenanalysefunktionen für Kunden weiter zu vereinfachen. Hierfür sollen Geschäftskunden Zugang zu Visualisierungsfunktionen und Dashboards erhalten, während App-Entwickler und Datenanalysten über Schnittstellen (Application Programming Interface/APIs) die Analysetechniken nutzen können.

IBM und Siemens wollen dabei ihre jeweiligen Kompetenzen bündeln – im Bereich der leistungsstarken Analysetechnik ebenso wie bei der Automatisierung und Digitalisierung der Industrie. Zu den Analyse-Tools, die auf MindSphere zur Verfügung stehen sollen, zählen Dashboards, vorausschauende Analysen (predictive analytics) inklusive Handlungsempfehlungen (prescriptive analytics) sowie kognitive Analysen (cognitive analytics)

Letztere spielen aus Sicht der beiden Partner eine Schlüsselrolle, um Betriebe bei der Optimierung ihrer Leistung zu unterstützen. So können Anwender unterschiedliche Daten von Sensoren auslesen und untersuchen. Sie können versteckte Zusammenhänge in großen Datenmengen identifizieren, Diagnosen bei Störfällen optimieren und mit den Erkenntnissen den Produktionsprozess kontinuierlich verbessern.

Industrieunternehmen können MindSphere als Basis für eigene digitale Services einsetzen, etwa im Bereich der vorausschauenden Instandhaltung, des Energiedatenmanagements oder der Ressourcenoptimierung. Maschinen- und Anlagenbauer im Speziellen können mit der Plattform weltweit verteilte Maschinenflotten für Servicezwecke überwachen, deren Stillstandszeiten reduzieren und damit neue Geschäftsmodelle anbieten.

MindSphere ist auch die Grundlage für datenbasierte Services von Siemens, beispielsweise zur vorausschauenden Instandhaltung von Werkzeugmaschinen oder von integrierten Antriebssystemen.

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