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Siemens-Technik liefert frischgezapftes Bier in der Elbphilharmonie

| Redakteur: Katharina Juschkat

In der neuen Elbphilharmonie in Hamburg kann man frisch gezapftes Bier der Brauerei Störtebeker genießen oder frisch abgefüllt mit nach Hause nehmen. Die Technik für die Abfüllstation stammt von Siemens.

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In der Elbphilharmonie in Hamburg kann man frisch gezapftes Störtebeker genießen – abgefüllt mithilfe der Simatic-Steuerung.
In der Elbphilharmonie in Hamburg kann man frisch gezapftes Störtebeker genießen – abgefüllt mithilfe der Simatic-Steuerung.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Braumanufaktur Störtebeker mit Sitz in Stralsund braut insgesamt 17 traditionelle und modernere Biersorten. Dabei kombiniert die Brauerei alte Rezepte mit neuen Ideen und verkauft ihre Biere in ganz Deutschland.

Der wohl prominenteste Abnehmer ist die Elbphilharmonie in Hamburg. Im Restaurant der Philharmonie können Besucher das frisch gezapfte Bier trinken oder im „Taste & Shop“ alle Biersorten kosten und frisch gezapft in Growlern mit nach Hause nehmen – braunen, verschließbaren Henkelflaschen, die 0,85 Liter fassen.

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Simatic steuert Abfüllanlage präzise

Die Abfüllanlage für diese großen, verschließbaren Glasflaschen stammt aus Österreich und wird mit der Simatic von Siemens automatisiert. „Für uns zählen Robustheit und Verfügbarkeit – für beides steht die Simatic“, erzählt Alfred Gruber, Geschäftsführer des österreichischen Maschinenbauers, der die Anlage konzipierte. „Simatic-Komponenten sind weltweit verfügbar und die Ferndiagnose spart uns weite Reisen, wenn es beim Kunden zu einer Störung kommen sollte.“

Die Bedienung des Füllers erfolgt über ein Basic Panel Simatic HMI KP300. Den mehrstufigen Prozess steuert ein Simatic S7-1200 Controller. Der beginnt bei der korrekten Reinigung und Vorbereitung der Growler, über die Kohlendioxid-Zugabe, damit das Bier in der Flasche nicht ausgast, bis zur Befüllung selbst. Ein induktiver Durchflussmesser sichert schließlich, dass jede Flasche mit 0,85 Litern befüllt wird.

Bier brauen mit Industrie 4.0

„Zukünftig werden wir bei allen Anlagen auf Industrie 4.0 setzen“, sagt Jens Reineke, Braumeister der Störtebeker Braumanufaktur. Denn energetisch seien viele Teilanlagen mittlerweile soweit optimiert, dass Einsparungen nur noch im Bereich weniger Prozent möglich sind.

„Erst mit der Gesamtsicht auf alle Energiedaten sowie mit der intelligenten Vernetzung des gesamten Betriebes können Konzepte entwickelt werden, die wirklich etwas bringen.“

Die neue Anlage überzeugt die Bierbrauer: „Datendurchgängigkeit ist die Basis eines digitalen Unternehmens und die lässt sich mit einem einheitlichen System einfach leichter realisieren.“

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Elektrotechnik.de.

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