Expertenrat

Sieben Thesen zum Technologiestandort Deutschland

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Auf der 10. Markenkonferenz B2B von marconomy stellte Jürgen Gietl die 7 Thesen des Expertenrates zur Zukunft der deutschen Technologiemarken erstmals vor.
Auf der 10. Markenkonferenz B2B von marconomy stellte Jürgen Gietl die 7 Thesen des Expertenrates zur Zukunft der deutschen Technologiemarken erstmals vor. (Bildquelle: marconomy © Stefan Bausewein)

Vier führende Vertreter aus Wissenschaft und Beratung haben den Expertenrat Technologiemarken ins Leben gerufen. Auf ihrer Agenda steht die Stärkung deutscher Technologiemarken.

Die digitale Transformation ist ein wesentlicher Faktor, der den Vorsprung der deutschen Technologiemarken im globalen Wettbewerb gefährdet. Qualität, Zuverlässigkeit, Innovationsstärke sind Leistungen, die längst auch von Technologieunternehmen außerhalb Deutschlands erbracht werden. Wie kann es deutschen Technologiemarken gelingen, auch zukünftig eine führende, wirtschaftlich erfolgreiche und gesellschaftlich relevante Rolle zu spielen, lautet eine zentrale Frage mit der sich die neu gegründete Vordenker-Runde beschäftigen wird.

Marke als Instrument in deutschen Technikunternehmen etablieren

Der vier Initiatoren des Expertenrates Technologiemarken (s. u.) verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Marke als Management-Instrument und Leitbild in deutschen Technologieunternehmen zu etablieren, um damit deren Agilität und Stabilität zu fördern und einen Beitrag zum zukünftigen Erfolg des Technologiestandorts Deutschland zu leisten. Durch Studien und Analysen, wissenschaftliche Veröffentlichungen und Diskussionen soll der öffentliche Fokus auf die Besonderheiten, Herausforderungen und Chancen von Technologiemarken gelenkt werden.

Sieben Thesen zum Technologiestandort Deutschland

Bei der Gründungsveranstaltung im Umfeld der 10. Markenkonferenz B2B von marconomy in Würzburg wurden erstmals die sieben Thesen des Expertenrates zur Zukunft der deutschen Technologiemarken vorgestellt:

1. Die Bedeutung von Technologiemarken wird in Deutschland unterschätzt.

2. Deutsche Technologieunternehmen sind Weltmeister. Deutsche Technologiemarken sind Kreismeister.

3. Deutschland fehlt es nicht an Innovationen, sondern an Innovationen mit Kundenrelevanz.

4. Unverzichtbare Technologiemarken bieten Ökosysteme statt Produkte.

5. Technologiemarken brauchen Strategien zur Erhöhung der Relevanz in der Gesellschaft.

6. Vertrieb ist der Schlüssel für erfolgreiche Technologiemarken.

7. Technologieunternehmen ohne Markenstrategie werden ums Überleben kämpfen.

Jürgen Gietl, Managing Partner bei BrandTrust, ist Sprecher des Expertenrates Technologiemarken.
Jürgen Gietl, Managing Partner bei BrandTrust, ist Sprecher des Expertenrates Technologiemarken. (Bildquelle: BrandTrust)

„Technologieunternehmen können sich in Zukunft nicht ausschließlich auf ihre Innovationsleistungen stützen, denn diese werden immer schneller austauschbar“, erläutert Jürgen Gietl, Sprecher des Expertenrates Technologiemarken. „Marke kann Stabilitätsanker in Zeiten des stetigen Wandels mit Wirkung nach innen und außen sein, aber auch Vermarktungsbooster und Relevanzvermittler, wenn die Marke als Leistungsspeicher verstanden und als Management-Tool eingesetzt wird“, so Technologiemarken-Experte Gietl weiter.

Die Initiatoren des Expertenrates

  • Prof. Dr. Carsten Baumgarth, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin
  • Jürgen Gietl, BrandTrust Management Consultants, Nürnberg/Wien
  • Prof. Dr. Karsten Kilian, Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
  • Prof. Dr. Holger Schmidt, Hochschule Koblenz

Der Artikel ist ursprünglich auf dem Portal unserer Schwesterpublikation Marconomy erschienen.

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