Internet der Dinge Sicherheitslösung von Infineon schützt vernetzte Elektronik

Redakteur: Franz Graser

Die Hardware-basierte Sicherheitslösung OPTIGA Trust P von Infineon Technologies verbessert den Schutz elektronischer Geräte in vernetzten Systemen.

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Mit der Sicherheitslösung OPTIGA Trust P von Infineon können sich elektronische Geräte in vernetzten Systemen sicher authentifizieren. Darüber hinaus schützt der neue Baustein Computersysteme vor Angriffen und verbessert die Sicherheit elektronisch gespeicherter Daten.
Mit der Sicherheitslösung OPTIGA Trust P von Infineon können sich elektronische Geräte in vernetzten Systemen sicher authentifizieren. Darüber hinaus schützt der neue Baustein Computersysteme vor Angriffen und verbessert die Sicherheit elektronisch gespeicherter Daten.
(Bild: Infineon)

Die OPTIGA-Produktfamilie wird damit um eine flexibel programmierbare Lösung erweitert, mit der sich elektronische Geräte sicher authentifizieren können. Der Authentifizierungs-Chip steht in einem VQFN-32 (5 mm x 5 mm)-Gehäuse mit 150 KB Speicher und verwendet ein JavaCard-Betriebssystem. Es werden Verschlüsselung gemäß ECC, RSA, AES, TDES und SHA unterstützt. Die System-Schnittstelle ist ein ISO7816 UART (400 kbit/s Datenrate).

Um elektronische Systeme abzusichern, ist es wichtig, nur autorisierte Geräte miteinander zu verbinden. Angesichts der steigenden Zahl vernetzter Geräte von Unternehmen und Verbrauchern gewinnt dieser Aspekt an Bedeutung. Der Sicherheitschip OPTIGA Trust P ist vergleichbar mit einem Safe. Hier können Elektronikhersteller Sicherheitsschlüssel und Zugangsdaten gesichert verwahren und damit ihre Produkte und Systeme dank Hardware besser schützen.

Der Sicherheitschip generiert und speichert Verschlüsselungscodes. Sie helfen, das Gerät vor Schadsoftware zu schützen und Software-Updates abzusichern. Da der OPTIGA Trust P programmierbar ist, können all diese Funktionen an die Anforderungen unterschiedlichster vernetzter Systeme angepasst werden. Ob in sogenannten Smart Homes oder Fabriken: Jedes Gerät, das sensible Daten austauscht und speichert, kann mit Hilfe des Chips verschlüsselt kommunizieren und damit Daten sichern. Dies hilft, Hackerangriffe abzuwehren, die darauf abzielen, persönliche Daten oder Firmendaten abzugreifen oder Systeme zu manipulieren.

„Die neue Sicherheitslösung OPTIGA Trust P bietet weit mehr als nur Schutz vor Produktpiraterie, die Privatpersonen wie Unternehmen gleichermaßen schädigt“, sagt Jürgen Spänkuch, Leiter Platform Security bei Infineon Technologies. „Unser Chip schützt Industrieelektronik vor Sabotage, erhöht die Datensicherheit und bietet Schutz gegen den unerlaubten Zugriff auf immer stärker vernetzte Systeme wie im Internet der Dinge“.

Der Sicherheitschip ist gemäß Common Criteria EAL 5+ zertifiziert. Die Lösung nutzt eine Public-Key-basierte Verschlüsselung für die einseitige und wechselseitige Authentifizierung. Der Chip generiert und speichert Verschlüsselungscodes und ermöglicht damit die Übermittlung verschlüsselter Daten über sichere Kommunikationskanäle. Das erhöht die Datensicherheit und dient zugleich der Überprüfung von Sender und Empfänger der Informationen. Das integrierte Schlüsselmanagement und die Zugriffskontrolle erweitern die Funktionalität des gesicherten Kanals hin zu einer umfassenden Sicherheitslösung, die sowohl sichere Remote-Updates als auch lokale Zugriffsbeschränkungen für das Gerät erlaubt.

Da der Baustein flexibel programmierbar ist, kann er einfach in bestehende Systeme integriert werden. Die Lösung beinhaltet ein JavaCard-Betriebssystem, mit dem Sicherheits-Applets gemäß den jeweiligen Anforderungen des Systems konfiguriert werden können. Um den Entwicklungsaufwand zu minimieren, veröffentlicht Infineon Referenz-Applets für viele gängige Funktionen, Host-Code sowie Entwicklungs-Tools.

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