Sicherheit in Low-Power-Wide-Area-Netzwerken realisieren

| Autor / Redakteur: Shawn Silberhorn, Martin Sturm * / Margit Kuther

Industrielles IoT: Die Zukunft der Elektronik-, Fertigungs- und Verarbeitungsindustrie hängt vor allem davon ab, wie erfolgreich neueste Datenkommunikationstechnik genutzt wird.
Industrielles IoT: Die Zukunft der Elektronik-, Fertigungs- und Verarbeitungsindustrie hängt vor allem davon ab, wie erfolgreich neueste Datenkommunikationstechnik genutzt wird. (Bild: Clipdealer)

Ein Low-Power-Wide-Area-Netzwerk mit intelligent vernetzten Sensoren und Daten eignet sich bestens für die Industrie. Vorausgesetzt, die Sicherheitsaspekte werden eingehalten.

Soll für das Management und die Entwicklung von Elektronik-Fertigungs- und Verarbeitungseinrichtungen ein Low-Power-Wide-Area-Netzwerk (LPWAN) eingesetzt werden, das intelligent vernetzte Sensoren und Geräte für die Datenerfassung beinhaltet, müssen verschiedene Überlegungen getroffen werden.

Der folgende Beitrag befasst sich mit den wichtigsten Punkten, die berücksichtigt werden müssen sowie mit einem proprietären Angebot, das viele Probleme bei der Einrichtung eines LPWAN erfolgreich behebt.

Einen Sicherheitsverantwortlichen benennen

Die Zukunft der Elektronik-Fertigungs- und Verarbeitungsindustrie hängt vor allem davon ab, wie erfolgreich neueste Datenkommunikationstechnik mit einbezogen wird – insbesondere die Vorteile eines LPWAN. Als Ausgangspunkt für die Umsetzung des Internet der Dinge (Internet of Things - IoT) und des industriellen Internet der Dinge (IIoT) nutzt ein LPWAN intelligent vernetzte Sensoren und Geräte zur Erfassung wichtiger Daten. Um dies so effektiv wie möglich zu erledigen, müssen zwei wesentliche Faktoren adressiert werden.

Erstens und wohl am wichtigsten ist, dass ermittelt werden muss, wer die Verantwortung für die Sicherheit des Netzwerks übernimmt. Wenn Geräte in ein LPWAN integriert werden, ist die Sicherheit dann auf den Hersteller, den Netzbetreiber oder den Entwickler des Endprodukts zurückzuführen?

Verschlüsselung ist entscheidend, wenn Netzwerksicherheit gewährleistet sein soll – aber welche Art von Verschlüsselung ist die Beste für ein LPWAN? Sollte sich der Nutzer für den AES-Algorithmus (Advanced Encryption Standard) entscheiden, der eine Blocklänge von 128 Bit und Kodierschlüssellängen von 128, 192 und 256 Bit unterstützt? Oder ist die End-to-End-Verschlüsselung (E2EE) die beste Option, denn sie sorgt dafür, dass nur die Netzwerknutzer alle Nachrichten lesen können und Dritte ausgeschlossen sind.

Proprietäres oder offenes Netzwerk

Der zweite Faktor, den Unternehmen, die Fertigungs- oder Verarbeitungsanlagen betreiben, berücksichtigen müssen, ist, ob man sich für die Einrichtung eines privaten (proprietären) Netzwerks oder eines Netzwerks entscheidet, das mehrere Firmen und unterschiedliche Gerätekonfigurationen umfasst. Das letztere Szenario öffnet die Tür für Datenabgriffe und/oder unbefugten Drittanbieterzugang auf Basisstationen und sorgt möglicherweise für eine komplexe Anhäufung von Sicherheits-Gates und Inkompatibilität.

Ein Unternehmen, das speziell für diese Anforderungen eine Lösung entwickelt hat, ist Sigfox. Es bietet Anwendern ein One-Stop-Shop-Netzwerk, das von einem Unternehmen bzw. einem Dienstanbieter konfiguriert und verwaltet wird. Das Angebot von Sigfox (siehe auch Kasten) umfasst ein komplett gemanagtes und geschlossenes Netzwerk mit begrenztem Zugang zur Infrastruktur. Dies minimiert die Chancen auf unbefugten Zugriff und Änderungen, welche die Effizienz oder Stabilität des Netzwerks beeinträchtigen könnten. Da Sigfox seine Kunden auffordert, die Integrität ihrer individuellen Implementierungen zu validieren, kann das Unternehmen sicher sein, dass alle installierten Module und ICs korrekt mit dem Netzwerk funktionieren.

Sigfox ist auf Produkte spezialisiert, welche die Digitalisierung der physischen Welt durch das IoT vorantreiben. Das Unternehmen hat bereits mehr als acht Millionen bisher nicht-vernetzte Objekte weltweit in die Vernetzung überführt. Die Lösung von Sigfox basiert auf Modulen, die derzeit rund die Hälfte kosten als die des nächstgelegenen Wettbewerbers. Die Lösung ist so konzipiert, dass sich selbst fortschrittlichste Systeme in ein LPWAN integrieren lassen.

Betrieb bei geringstem Stromverbrauch

Das dedizierte Netzwerk-Angebot von Sigfox bietet eine zuverlässige und stromsparende Lösung für den Anschluss von Sensoren und Geräten. Das Protokoll erübrigt die Konfiguration, Verbindungsanfrage oder Signalisierung. Gleichzeitig benötigt das Netzwerk extrem wenig Strom seitens der Geräte, um Daten auszutauschen. Nutzer erhalten somit jahrelange Autonomie mit einer einzigen Batterieladung. Das Sigfox-Protokoll arbeitet auf einer minimalen Payload-Basis, d.h. es werden kleine Nachrichten geliefert, womit sich große Assets oder Multimedia erübrigen.

Sigfox versteht sich mit seinen Sensoren auf Basis der LPWAN-Technologie als Spezialist für Datenanbindung und Vernetzung. Diese Sensoren liefern Daten, die in lesbare Informationen umgewandelt werden, die vom Endanwender effektiv genutzt werden können, sodass sich Zeit und Geld bei Geschäftsprozessen einsparen lassen. Mithilfe dieser Sensoren, die mit einem Netzwerk verbunden sind, weiß der Benutzer jederzeit, was in seinem Betrieb passiert und ist sich bewusst darüber, wo Einsparungen gemacht werden können.

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posted am 09.11.2017 um 08:49 von Unregistriert


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