Standardisierung

SGET-Gremium plant Arbeitsgruppe für das Internet der Dinge

| Redakteur: Franz Graser

Das neue und alte SGET-Board (von links): Engelbert Hörmannsdorfer, Wolfgang Eisenbarth, Christian Eder, Mark Swiecicki, Carsten Rebmann
Das neue und alte SGET-Board (von links): Engelbert Hörmannsdorfer, Wolfgang Eisenbarth, Christian Eder, Mark Swiecicki, Carsten Rebmann (Bild: SGET)

Die Standardisierungsgruppe SGET (Standardization Group for Embedded Technologies) hat ihren Vorstand neu bestimmt. Parallel dazu plant das Gremium eine Gruppe einzuberufen, die Standards für das Internet of Things erarbeiten soll.

Bei der SGET-Mitgliederversammlung, die Ende Mai in München stattfand, wurde ein Großteil der Vorstände erneut in ihre Ämter berufen. Wieder gewählt wurden für die kommenden drei Jahre Engelbert Hörmannsdorfer von speicherguide.de als Vorstandsvorsitzender, Christian Eder von Congatec als Schatzmeister sowie Carsten Rebmann (Congatec) und Wolfgang Eisenbarth (MSC Technologies) als Stellvertreter des Vorsitzenden.

Nicht mehr zur Wahl stand nach dem Ende seiner Amtszeit Josef Behammer (Kontron) als Schriftführer. Für ihn wählten die SGET-Mitglieder den Berater Mark Swiecicki in den Vorstand. Swiecicki ist bereits Vorsitzender der SGET-Workgroup SDT.02 zum Thema Qseven.

Unmittelbar vor der Hauptversammlung trafen sich Mitglieder der SGET-Arbeitsgruppen SDT.02 (Qseven) und SDT.03 (embedded NUC). Beide SDTs (Standard Development Team) haben in den letzten Monaten bedeutende Standardisierungsdokumente verabschiedet, darunter den Qseven-Design-Guide 2.0 und die Embedded-NUC-Spezifikation 1.0) und diskutierten mit ihren Mitgliedern nun neue Ideen und Anforderungen für kommende Releases.

„Die SDTs sind nun wieder offen für neue Mitglieder“, erläutert SGET-Vorstandsmitglied Carsten Rebmann. „Denn im Gegensatz zu anderen Standardisierungsgremien bleiben die SDTs in der SGET auch nach dem Erreichen der eingangs gesetzten Ziele intakt, damit sie einen Standard jederzeit weiterentwickeln und somit am Leben erhalten können.“

Parallel zeichnet sich die Gründung einer Standardisierungsgruppe ab, bei der es rund um mögliche Standards für „Internet of Things“ (IoT) aus Sicht der Embedded Computing Industrie geht. Auch hier fanden sich SGET-Mitgliedsfirmen vor der Hauptversammlung zu einem informellen Meeting ein. Die bislang informelle Gruppe beschloss, bis etwa Mitte Juli 2015 ein „Statement of Work“ für einen kommenden Standard zu definieren, und damit alle SGET-Mitglieder zur Mitarbeit einzuladen.

„Ziel des Internets der Dinge ist, dass es den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützt“, erklärt SGET-Vorstandsvorsitzender Engelbert Hörmannsdorfer. „Das resultiert in immer kleineren eingebetteten Computern und Sensoren, die die Menschen unterstützen sollen, ohne abzulenken oder überhaupt aufzufallen. Und wenn diese eingebetteten Computer und Sensoren miteinander kommunizieren sollen, bedarf es neuer Standards und Sicherheitsaspekte im Bereich Embedded Computing. Hierfür ist SGET prädestiniert.“

Die Gruppe betont, dass weitere Unternehmen aus der Embedded-Computing-Industrie dazu eingeladen sind, der SGET beizutreten und ihre Ideen einzubringen. Hierzu zählen neben den Embedded-Computing-Herstellern auf Board- und Systemlevel auch Halbleiter- und Steckverbinder-Hersteller, Softwareentwickler, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Embedded-Systemintegratoren, OEM-Lösungsanbieter und industrielle Anwender.

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