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Verschärfter Wettbewerb bei LEDs Seoul Semiconductor trotzt chinesischen Billiganbietern

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Chinesische Billiganbieter machen Seoul Semiconductor zwar zu schaffen, trotzdem konnten die Koreaner das Umsatzwachstum halten. Im Fokus des Wachstums stehen Allgemeinbeleuchtung und LEDs im Auto.

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Der koreanische LED-Hersteller Seoul Semiconductor konnte trotz chinesischen Billiganbietern seinen Umsatz steigern.
Der koreanische LED-Hersteller Seoul Semiconductor konnte trotz chinesischen Billiganbietern seinen Umsatz steigern.
(Bild: Seoul Semiconductor)

Chinesische LED-Hersteller setzen auf Masse anstatt auf Qualität. Das spürt auch der koreanische LED-Hersteller Seoul Semiconductor. Und trotzdem: Seoul Semi ist das einzige koreanische Unternehmen, das trotz eines sich verschärfenden Wettbewerbs mit den chinesischen LED-Herstellern sein Umsatzwachstum hält. Für das zweite Quartal meldet das Unternehmen einen Umsatz von 267 Mrd. koreanischen Won (rund 201 Mio. Euro) und ein EBIT von 24,1 Mrd. koreanischen Won.

Zu verdanken ist der Anstieg des Umsatzes vor allem bei der Allgemeinbeleuchtung. Ebenfalls profitabel ist das Geschäft mit der Fahrzeugbeleuchtung. In der Beleuchtung sind es Wicop und Acrich, die einen erheblichen Anteil am Umsatz ausmachen.

Weitere Marktanteile bei der Fahrzeugbeleuchtung

Das Geschäftsfeld Automotive mit Fahrzeugbeleuchtung wuchs beispielsweise mit dem Tagfahrlicht und Scheinwerfer. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Leuchtensysteme im Automobilbau und den damit verbundenen Patenten haben es LED-Entwickler schwer, diesen Markt zu betreten. Mit der differenzierten Wicop-Technologie will Seoul weitere Marktanteile gewinnen.

In der IT-Sparte sorgten bestehende Kunden, die ihre Produktpaletten erweiterten, sowie Neukunden für steigende Verkaufszahlen. Seoul Semiconductor plant, künftige Dividenden nahezu zu verdoppeln. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass das derzeitige Ausschüttungsniveau nur die Hälfte des Branchendurchschnitts beträgt und ein dementsprechender Anstieg notwendig ist.

Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ausreichende Finanzkraft, da es über 20 Prozent der Gewinne im EBITDA als Rücklagen gebucht hat, um ausreichende Mittel für zukünftige Investitionen zu halten. Das war Teil des im letzten Quartal von Seoul angekündigten Aktienrückkaufprogramms über 10 Mrd. koreansichen Won.

Ein Ausblick

Für das weitere Geschäftsjahr plant das Unternehmen, die Vertriebs- und Marketinganstrengungen für seine selbstentwickelten Technologien, inklusive Wicop und Acrich, zu erhöhen und damit durch Neukundengewinnung den Umsatz zu steigern. Der Finanzvorstand Sangbum Lee führte außerdem aus, dass SunLike von Kunden weltweit sehr gut und mit großem Interesse aufgenommen wurde. Für das laufende Jahr will man weitere Produkte auf den Markt bringen. Auch in Sachen Patentschutz will sich das Unternehmen konzentrieren.

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