LED-Beleuchtungslösungen Seoul Semiconductor setzt auf Allgemeinbeleuchtung und den Automobilbau

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Smart Lighting und eine LED, die direkt auf die Leiterplatte gelötet werden kann: Das sind zwei Lösungen, die Seoul Semiconductor präsentiert. Doch nur auf eine steigende Lichtausbeute zu setzen ist zu wenig. Der LED-Hersteller investiert viel in Forschung und Entwicklung.

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Das sogenannte „Human Centric Lighting“ bedeutet Lichtlösungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Hier sieht Seoul Semiconductor viele Möglichkeiten.
Das sogenannte „Human Centric Lighting“ bedeutet Lichtlösungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Hier sieht Seoul Semiconductor viele Möglichkeiten.
(Bild: Seoul Semiconductor)

Auf der Light and Building im März in Frankfurt sprachen wir mit Andreas Weisl, Vice President Europe bei Seoul Semiconductor. Wir sprachen mit ihm über Themen wie Strategie und Trends bei der Beleuchtung mit LEDs.

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Das Jahr 2015 war rückblickend gesehen recht ruhig, wenn es um Neuentwicklungen bei der LED-Beleuchtung ging. Was waren, bezogen auf die LED-Beleuchtung, Ihre Stärken?

Seoul Semiconductor – als ein weltweit führender Anbieter von LED-Komponenten sowie von kundenspezifischen Modullösungen – hat sich auch im Jahr 2015 weiterhin darauf konzentriert, seine technologische Marktführerschaft weiter auszubauen. Dazu gehören die kontinuierliche Weiterentwicklungen des Mid-Power-Portfolios mit den LED-Familien 5630, 3030 oder 3528 sowie speziell auf die verschiedenen Beleuchtungs-Applikationen abgestimmten Varianten. Die weitere Optimierung unserer sehr erfolgreichen Acrich3-Technik für Smart-Lighting-Anwendungen, die nun alle gängigen Standards unterstützt (inklusive der Schnittstellen zu Bluetooth, Dali und A-Dim).

Die Einführung der WICOP2-Technik für die Allgemeinbeleuchtung. Alleinstellungsmerkmal dabei ist unsere einschlägige zweijährige Erfahrung im Einsatz von WICOP im Automobilbau sowie LED-TV-Hinterleuchtung. Mit der Entwicklung der Wicop-Technik ist es Seoul Semiconductor gelungen, einen Meilenstein im LED-Markt zu setzen.

Und schließlich die Ausweitung des kundenspezifischen Modulgeschäfts, mit dem im Jahr 2015 eröffneten R&D-Center in München. Hier unterstützen wir Kunden in Europa vor Ort dabei, ihre Moduldesigns zu entwickeln. Insbesondere für die beiden Techniken WICOP2 und Acrich3 schätzen unsere Kunden diesen Support.

Was waren Ihre wichtigsten Neuentwicklungen auf der Light and Building? Ist schon ein Trend auszumachen?

Generell stellen viele Hersteller Chip-Scale-Package- (CSP-)Produkte vor. Das ist definitiv ein Markttrend. Mit WICOP2 sind wir bereits heute einen Schritt weiter, da diese LED-Lösung direkt auf eine Leiterplatte gelötet werden kann. Ein weitere Komponente, wie beispielsweise der Leadframe oder der Keramikcarrier, sind somit überflüssig. So ist die Lösung auch thermisch optimiert.

Die WICOP2-Familie baut Seoul Semiconductor weiter aus. Größere Bauformen (Y22) aber auch kompaktere Bauformen (Mid Power – Y11) wurden zum ersten Mal auf der Light and Building 2016 vorgestellt. Darüber hinaus haben wir neue Mid-Power-LEDs auf Basis unserer patentierten MJT-Technik entwickelt, die uns steigende Effizienzen ermöglicht. Beispielhaft dafür ist unsere „MJT 5630D+“ mit einer Lichtausbeute von 210 lm/W.

Abschließend noch ein Blick auf die nächsten Jahre: Die Lichtausbeute wird weiter steigen und auch vom intelligenten Licht ist die Rede. Doch mit welchen Lösungen lässt sich künftig Geld verdienen, vielleicht auch abseits der Allgemeinbeleuchtung?

Neben dem Mid-Power-Commodity für hohe Stückzahlen aber geringen Margen, sind heute für Hersteller von LED-Lösungen die Entwicklung technischer Innovationen essentiell. Wir werden auch in den nächsten Jahren an unserer Strategie festhalten, überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung zu investieren. Darüber hinaus werden wir unsere führende Position bei den Patenten weiter ausbauen. Die Light and Building im März stand für uns unter dem Motto „Seoul Semiconductor – Your Trusted Partner": Zum einen bieten wir keine Leuchten an und stellen somit keinen Wettbewerb zu unseren Kunden dar.

Des weiteren schützen wir unsere Kunden mit unserer Intellectual Property (IP) von über 10.000 Patenten. In Zeiten zunehmender Marktkonsolidierung nimmt dieses Thema immer stärker an Bedeutung zu. Neben den Acrich-LED-Lösungen, die definitiv einen wachsenden Teil der gleichstrombetriebenen Lösungen (DC-Lösungen) ersetzen werden, beschäftigen wir uns auch mit Themen wie dem Zukunftsmarkt „Human Centric Lighting“.

Außerdem setzen wir neben der Allgemeinbeleuchtung verstärkt auf Lösungen für den Automobilbau sowie mit unserer Tochterfirma Seoul Viosys auf UV-LED-Lösungen, um auch völlig neue Applikationen entwickeln zu können.

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