Entwicklungsplattform

Elektrobit und NXP kooperieren beim autonomen Fahren

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Elektrobit und NXP kooperieren bei einer neuen Plattform für hochautomatisierte Fahrzeuge.
Elektrobit und NXP kooperieren bei einer neuen Plattform für hochautomatisierte Fahrzeuge. (Bild: NXP)

Elektrobit und NXP haben eine Kooperation angekündigt, um eine neue Entwicklungsplattform zu liefern, die die NXP BlueBox Automated Drive Development Plattform und das robinos Software Framework von Elektrobit für hochautomatisierte Fahrsysteme integriert.

Das autonome Fahren hält für sämtliche Autobauer noch immer eine Vielzahl an Herausforderungen parat: Wie können Daten schnell und zuverlässig weitergeleitet werden, wie können komplexe Software-Entwicklungen effizient vorangetrieben werden und wie lässt sich in Zukunft eine Differenzierung zu anderen Autobauern gewährleisten?

Diesen Problemstellungen haben sich Elektrobit und NXP im Schulterschlussverfahren angenommen und arbeiten gemeinsam an einer Plattform für das autonome Fahren. Elektrobit übernimmt hierbei den Software-Part, während NXP die Verantwortung für die Hardware übernimmt.

Elektrobit bringt in die Kooperation einen Software-Framework namens EB robinos ein. Robinos soll es neben den Automobilherstellern auch den entsprechenden Zulieferern ermöglichen, sowohl eigene automatisierte Fahrfunktionen zu entwickeln, als auch die Komplexität von In-Car-Systemen zu reduzieren. Der Architekturaufbau ist dabei speziell unter den Prämissen einer hohen Funktionalität und Standardisierung entwickelt worden.

Der modulare Ansatz soll dabei die Entwicklung von autonomen Fahrfunktionen beschleunigen und ein hoch funktionales Sicherheits- und Fehlermanagement integrieren. Mittels künstlicher Intelligenz will man bei Elektrobit zudem eine erweiterte Situationsanalyse ermöglichen.

Einen autonomen Fahrzeugcomputer stellt hingegen NXP auf der Hardware-Seite zur Verfügung. Der von NXP BlueBox getaufte Rechner soll vor allem die strengen Sicherheits-, Leistungs- und Verarbeitungsanforderungen der Automobilindustrie erfüllen.

Im Zusammenspiel mit dem robinos soll dann ein vollständiges 360-Grad-Modell rund um das autonome Fahrzeug entstehen. Robinos liefert diesbezüglich die komplexen Datenströme in Echtzeit an die BlueBox, wo dann Hard- und Software im Verbund das 360-Grad-Gesamtbild erzeugen.

"Die Entwicklung automatisierter Fahrzeugfunktionen ist aus vielen Gründen sehr anspruchsvoll. Eine der anspruchsvollsten Aufgaben ist die Zusammenführung von Software-Komponenten mit der Zielplattform. Die Verfügbarkeit von robinos für die BlueBox bedeutet, dass Anwendungen über die offene Schnittstellenspezifikation auf der Hardware ausgeführt werden können. Das spart Zeit und ermöglicht eine zuverlässige Funktionalität ", sagte Phil Magney, Gründer von Vision Systems Intelligence (LLC).

Die BlueBox sei dabei eine Sammlung von Verarbeitungs- und Unterstützungsprozessen, die die Echtzeit-Verarbeitung und die Sicherheitsanforderungen des automatisierten Fahrens realisieren könne. Mit robinos könnten sich Entwickler nun einen kombinierten Hardware- und Software-Stack mit integrierten Applikationen und Support-Paketen entwickeln und damit Anwendungen innerhalb kürzester Zeit realisieren, so Magney weiter.

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