Beschleunigungssensor

MEMS-Sensor misst beinahe in Echtzeit

16.10.2006 | Redakteur: Gerd Kucera

Mit einem Messbereich von ± 2 g gehören die neuen analogen Beschleunigungssensoren SMB363 zu den Nieder-g-Sensoren
Mit einem Messbereich von ± 2 g gehören die neuen analogen Beschleunigungssensoren SMB363 zu den Nieder-g-Sensoren

Bosch Sensortec erweitert das Produktsortiment an MEMS Beschleunigungssensoren um einen dreiachsigen analogen Sensor mit einer Startup-Zeit von nur 3 ms. Sein niedriger Stromverbrauch

Bosch Sensortec erweitert das Produktsortiment an MEMS Beschleunigungssensoren um einen dreiachsigen analogen Sensor mit einer Startup-Zeit von nur 3 ms. Sein niedriger Stromverbrauch von 200 µA reduziert sich im Standby auf 1 µA. Das Bauvolumen des SMB363 mißt kompakte 4 mm × 4 mm × 1,2 mm.

Auf dem Gebiet der mikro-elektromechanischen Systeme (MEMS) ist Bosch bereits seit 1988 aktiv und gehört zu den Pionieren dieser Technik. Heute entwickeln in der Bosch-Gruppe der MEMS-Technik mehrere hundert Mitarbeiter an entsprechenden Sensoren, von Druck- über Beschleunigungs- bis zu Drehratensensoren. 2005 stieg die Jahresproduktion von MEMS-Sensoren auf über 100 Mio. Stück. Um neue Märkte und außerhalb des Automotive-Segments adäquat bedienen zu können, gründete die Robert Bosch GmbH eine 100%-ige Tochter namens Bosch Sensortec GmbH in Kusterdingen bei Reutlingen. Über sie entwickelt und vermarktet man mikromechanische Sensoren sowie deren Applikationen für die Bereiche Konsumelektronik, Medizintechnik, Sicherheitssysteme und Logistik. Das Produktsortiment umfaßt bislang dreiachsige Beschleunigungssensoren sowie Drucksensoren.

Zur electronica erweitert Bosch Sensortec nun die Produktlinie der Beschleunigungssensoren um den dreiachsigen analogen Sensor SMB363.

Dieser und alle anderen Sensoren des Unternehmens sind speziell für Consumer-Electronics-Anwendungen ausgelegt. Muster des neuen Sensors sind verfügbar, die Serienfertigung ist für Ende 2006 geplant.

Der SMB363 zeichnet sich vor allem durch seine schnelle Reaktion aus: Mit einer Startup-Zeit von nur 3 ms wird eine Messung in annähernd Echtzeit erreicht. Dies ermöglicht die analoge Schnittstelle, weil keine Analog/Digital-Wandlung erforderlich ist. Eine weitere wichtige Eigenschaft des analogen Sensors ist sein sehr geringer Stromverbrauch. Im aktiven Modus und bei voller Leistung benötigt der Sensor nur 200 µA, im Standby-Modus lediglich 1 µA. Diese äußerst niedrigen Werte eröffnen viele Einsatzmöglichkeiten in mobilen Applikationen.

Der SMB363 ist darüber hinaus multiplexfähig – eine Eigenschaft, die bei digitalen Sensoren Standard ist, analoge Sensoren aber bislang nicht aufweisen. Die drei Signale der X-, Y- und Z-Achse können kundenspezifisch zusammen über eine serielle Schnittstelle ausgegeben werden, die zusätzlich zu den drei parallelen Ausgängen vorhanden ist.

Mit einem Messbereich von ± 2 g gehört die Neuentwicklung zu den Nieder-g-Sensoren. Wie auch der digitale Beschleunigungssensor SMB365 arbeitet die neue analoge Variante SMB363 mit einem kapazitiven Messprinzip und basiert auf einem Zweichip-Aufbau. Zudem besitzt er eine Selbsttestfunktion, sodass der ASIC und Sensorkern über die gesamte Lebensdauer auf ihre Funktionsfähigkeit testbar sind.

Bosch Sensortec, Tel. +49(0)7121 35921

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