Sensor Innovationspreis 2008

AMA Fachverband für Sensorik zeichnet Gemeinschaftsentwicklung aus

20.05.2008 | Redakteur: Claudia Mallok

Gewinner des Sensor Innovationspreis 2008: der Infrarot-Filter eignet sich für die Gasanalyse in der Umwelt-, Sicherheits- oder Medizintechnik
Gewinner des Sensor Innovationspreis 2008: der Infrarot-Filter eignet sich für die Gasanalyse in der Umwelt-, Sicherheits- oder Medizintechnik

Zum achten Mal hat der AMA Fachverband für Sensorik e.V. aus Anlass der Sensor+Test den Sensor Innovationspreis ausgeschrieben und mit 10.000 € dotiert. Dabei sollen die Entwickler ausgezeichnet werden und nicht die Institutionen. In diesem Jahr geht der Preis an das Team Dr. Norbert Neumann (InfraTec GmbH, Dresden), Dr. Karla Hiller (TU Chemnitz - ZMT) und Dr. Steffen Kurth (Fraunhofer IZM Chemnitz).

Rund 35% der Bewerbungen kamen aus dem Ausland, was die hohe internationale Reputation des Preises bestätigt. Die Jury unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Andreas Schütze (Universität Saarbrücken) hatte im Februar 2008 drei Arbeiten in die engere Wahl genommen und für den Preis nominiert. In einem zweiten Bewertungsdurchgang hat die Jury dann wegen des deutlichen Vorsprungs bei allen Bewertungskriterien eine Arbeit besonders hervorgehoben. Im Rahmen der Eröffnungsfeier der SENSOR+TEST 2008 wurden die Auszeichnungen an die Entwicklerteams der Nominierten und vor allem der Preisträger durch den Vorsitzenden des AMA Fachverbandes und der Jury übergeben.

Nominiert waren die Innovationen

„Intelligentes multisensorielles Schreibsystem BiSP“, Fachhochschule Regensburg - Fakultät Elektro- und Informationstechnik, Teamsprecher: Prof. Dr. Jürgen Kempf

„SensFloor - sensitiver Bodenbelag für ‚Ambient Assisted Living’ Applikationen“, Future-Shape GmbH + Ing.-Büro Rupert Glaser, Teamsprecherin: Christl Lauterbach, Future-Shape GmbH, Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Sieger: Spektral durchstimmbarer IR-Detektor mit mikromechanischem Fabry-Perot-Filter

Die mit dem SENSOR Innovationspreis 2008 ausgezeichnete Arbeit „Spektral durchstimmbarer Infrarot-Detektor mit mikromechanischem Fabry-Perot-Filter“ befasst sich mit einem hochaktuellen Verfahren zur IR-Sensorik. Die Infrarot-Sensorik und -Messtechnik hat ein breites Anwendungsspektrum in der Analyse von Gasen, Flüssigkeiten und Oberflächen. Bisher hatte der Anwender die Wahl zwischen kompakten Sensoren auf Filterbasis (NDIR), die nur in einem Wellenlängenbereich arbeiten, und aufwändigen spektrometrischen Lösungen. Seit langem wird daher versucht, das gut miniaturisierbare Fabry-Perot-Interferometerprinzip zur Realisierung durchstimmbarer, mikromechanischer IR-Filter einzusetzen.

Mit dem nun vorliegenden, in Volumen-Mikromechanik realisierten System ist es durch konsequente Optimierung des Aufbaus und der Prozessierung erstmals gelungen, ein leistungsfähiges Modul mit guter spektraler Auflösung und hoher optischer Qualität zu realisieren, das vielfältige Anwendungen von der Umwelt- über die Sicherheits- bis zur Medizintechnik erschließt.

Der prämierte IR-Detektor wird bereits durch die Firma Laser Components vertrieben. Innerhalb des BMBF-Projekts MIDAS und des SAB-Projekts NANOREF wird das System weiterentwickelt und gemeinsam mit Industriepartnern in die Anwendung überführt.

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