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Sensorik und Test: Branche schloss 2019 schwach ab

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die schwache Konjunktur, vor allem in Automobil- und Maschinenbau, trübten die Geschäftszahlen der AMA-Mitglieder. Auch die Auswirkungen des Corona-Virus lassen sich noch nicht abzuschätzen. Am Termin der Sensor+Test Ende Juni halten die Verantwortlichen fest.

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Die Sensor+Test ist die Branchenmesse der Messtechnik und Sensorik. Das Jahr 2019 schloss die Branche mit einem Umsatzminus von einem Prozent ab. Für 2020 wird es deutlich schwieriger.
Die Sensor+Test ist die Branchenmesse der Messtechnik und Sensorik. Das Jahr 2019 schloss die Branche mit einem Umsatzminus von einem Prozent ab. Für 2020 wird es deutlich schwieriger.
(Bild: AMA Service - Bischof & Broel)

Gut ein Viertel Jahr vor der Sensor+Test lädt die AMA Verband für Sensorik und Messtechnik zu einem Fachpressetag nach Nürnberg. Eigentlich geht es um einen Rückblick auf das vergangene Jahr und um die Ergebnisse der Mitglieder-Umfrage sowie einen Ausblick auf das Jahr 2020. Doch in Zeiten von Corona ist auch für Geschäftsführer der AMA, Thomas Simmons, vieles nicht vorhersagbar. Der Verband befragte im Januar 2020 seine Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung 2019. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Branche ein Umsatzminus von einem Prozent. Doch auch vor den Zeiten des Virus waren die Märkte für die Sensorik und Messtechnik schon sehr unruhig.

Denn der wichtigste Absatzmarkt der AMA-Mitglieder ist nach eigenen Angaben der Maschinen- und Anlagenbau. Sensorhersteller, die diesen Markt liefern, registrierten 2019 leichte Verluste. Das betraf sowohl die KMU als auch die großen Sensorunternehmen. Zu den zweitwichtigsten Markt der AMA-Mitglieder ist die eigene Branche der Sensorik und Messtechnik, der für die meisten anzog. Die KMU verzeichneten im Durchschnitt ein leichtes Wachstum, während die großen Unternehmen deutlich zulegen konnten. Interessant wird es bei der Elektronik-Branche: während KMU ein Wachstum verzeichneten, entwickelte sich dieser Markt für die großen Sensoranbieter im Jahr 2019 rückläufig. Gegen den Trend entwickelte sich 2019 der Automobilmarkt noch recht robust für die Sensor-Hersteller. Der Absatzmarkt Aerospace erwies sich als rückläufig.

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Rückgang beim Export, Zuwachs bei den Mitarbeitern

Die Sensor-Branche lebt vom Export. Doch das vergangene Jahr bescherte den Herstellern einen Rückgang von vier Prozentpunkte auf 51 Prozentpunkte. Stabil hingegen mit 28 Prozentpunkten blieb die Exportquote ins europäische Ausland. Allerdings nahm die Quote ins nicht-europäische Ausland ab.

Schaut man sich die Zahl der Mitarbeiter im vergangenen Jahr an, so erhöhte sich diese in der sehr stark mittelständisch geprägten Branche. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg um drei Prozent. Ob der anvisierte Anstieg um weitere zwei Prozent 2020 realistisch ist, bleibt abzuwarten. Abschließend sagte Simmons: „Die Wirtschaft ist im Wandel. Galten Automobil- und Maschinenbaumarkt bisher als starke Garanten für unsere wirtschaftliche Zukunft, geraten diese Märkte ins Schlingern.“ Nicht ganz auslassen konnte er die aktuelle Entwicklung durch das Corona-Virus.

Sensor+Test kehrt 2021 in den Mai zurück

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen verkündete Holger Bödeker, Geschäftsführer des Messeveranstalters AMA Service GmbH, dass die Sensor+Test im Jahr 2021 wieder zurück in den Mai wandert. Der neue Termin am 4. bis 6. Mai 2021 ist das Ergebnis „einer langen, aber konstruktiven Abstimmung und Planung zwischen der Messe Nürnberg, des AMA-Verbands, des Messeveranstalters und schließlich des Ausstellerbeirats.“ Der Termin der Sensor+Test 2020 wird laut Bödeker nach jetzigen Stand der Virus-Ausbreitung stattfinden.

Bödeker war mit dem sehr späten Termin Ende Juni nie glücklich. Denn nachdem 2018 der gewohnte Termin nicht mehr genutzt werden konnte, verschob man die Messe. Es war vor allem die Lage vor den Sommerferien, welche die Messebesucher belastet hat. Mit dem neuen Termin im Mai bleibt auch die Hallenkombination aus 1, 2 und 3C bestehen. Der Mai bietet für die Sensor+Test einen weiteren Vorteil: Sie wird zeitgleich zur PCIM Europe und SMTconnect stattfinden. „Mit der international führenden Fachmesse und Konferenz für Leistungselektronik, Antriebstechnik, Erneuerbaren Energien und Energiemanagement sowie der SMTconnect, die sich spezialisiert hat auf Entwicklung, Fertigung, Dienstleistung und Anwendung mikroelektronischer Baugruppen und Systeme, erhöht sich das Ausstellungsspektrum deutlich“, ergänzte Peter Krause, Vorstandsvorsitzender des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.

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