Smart Building

Sensorik modernisiert historische Bausubstanz für die Arbeitsplätze von morgen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Dieses historische Gebäude in Turin ist mit Siemenstechnik ausgestattet worden.
Dieses historische Gebäude in Turin ist mit Siemenstechnik ausgestattet worden. (Bild: © beppe giardino 2017)

Einem Architekturbüro in Turin ist es gelungen, ein historisches Gebäude in ein modernes Bürohaus zu verwandeln. Sensoren haben das komplette Gebäude im Blick und schaffen so eine gute Umgebung für die tägliche Arbeit.

In Turin wandelte ein Architekturbüro den historischen Hauptsitz der Fondazione Agnelli mittels Internet-of-Things-Technologien (IoT) in ein modernes Bürogebäude um. Das Projekt will zeigen, wie die intelligenten Arbeitsplätze von morgen entstehen und aussehen könnten.

Sensoren überwachen Bürogebäude

Der Umbau basiert auf dem Konzept des Architekturbüros Carlo Ratti Associati und wurde mit Siemenstechnik realisiert. Hunderte von Sensoren überwachen die unterschiedlichen Gebäudedaten, darunter auch den Aufenthaltsort der Gebäudenutzer – laut Unternehmensangaben jedoch ohne diese persönlich zu identifizieren. Sensoren prüfen die Temperaturen, CO2-Konzentration und Verfügbarkeit von Meeting-Räumen.

Ein auf Smartphones und angepassten Tags basierendes Drei-Achsen-Indoor-Positioning-System erfasst und überträgt die Präsenz- und Standortdaten der Gebäudenutzer. Auf Basis dieser Daten steuert das System die Gebäudesysteme entsprechend. Das Indoor-Positioning-System ist in Desigo CC integriert, dem Gebäudemanagementsystem von Siemens zur Steuerung von Klima, Beleuchtung, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Alarmierung und Raumbuchung. Alle Systemfunktionen lassen sich in Echtzeit abhängig von der Anzahl der Personen im jeweiligen Bereich anpassen.

Die Oberfläche des Systems ist Videospielen nachempfunden und kann über eine App gesteuert werden. Mit der App können die Menschen ins Gebäude einchecken, mit Kollegen interagieren, Meeting-Räume buchen und die Umgebungseinstellungen individuell anpassen.

Der CEO von Siemens Italien, Federico Golla, sagt: „Intelligente Geräte liefern tagein, tagaus riesige Datenmengen. Wir brauchen geeignete digitale Werkzeugen, um diese zu nutzen und mit unserer Umgebung zu interagieren wie nie zuvor. Das Konzept des Architekturbüros für die Fondazione Agnelli ist für uns ideal.“

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