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Sensor-Spezialist AMS mit steigenden Aktienkursen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Steigende Aktienkurse und auch die Nachfrage nach Sensoren von Seiten der Smartphone-Hersteller stimmen AMS optimistisch. Doch die Übernahme von Osram ist schon jetzt teurer als geplant.

Die Kurse der AMS-Aktien stiegen wieder. Doch die Übernahme von Osram konnte teurer werden.
Die Kurse der AMS-Aktien stiegen wieder. Doch die Übernahme von Osram konnte teurer werden.
(Bild: AMS)

Der österreichische Sensor-Spezialist konnte zuletzt eine positive Nachricht verkünden: Die Aktien des Unternehmens stiegen um 22% und das Unternehmen konnte somit eine optimistische Prognose für das laufende Quartal und den Rest des Jahres abgegeben. Für AMS war es in letzter Zeit etwas unklar, wohin der Weg geht. Auf der einen Seite will man die Abhängigkeit von Apple und damit vom Konsumentengeschäft zurückfahren. Vor allem befürchteten die Investoren ein Einbrechen der Smartphone-Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie.

Auf der anderen Seite ist AMS aktuell in Übernahmeverhandlungen mit Osram. Hier will das Sensor-Unternehmen im Geschäft mit den LED-Autoscheinwerfern verstärkt tätig werden. Alles in allem ist das Interesse der Investoren an AMS weiter hoch und auch die prognostizierte Gewinnmarge (EBIT) von 17 bis 20% bei einem möglichen Umsatz von 440 bis 480 Mio. US-Dollar für das zweite Quartal zeigen, wohin der Weg hinführen könnte.

Doch eine geplante Kapitalerhöhung für die Übernahme von Osram stand auf der Kippe. Jetzt hatte man bei AMS noch einmal 1,65 Mrd. Euro locker gemacht. Ein wichtiger Baustein für die Finanzierung der Übernahme. Experten befürchteten wegen des Crashs auf den Aktienmärkten, ob AMS eine Kapitalerhöhung überhaupt erfolgreich abschließen könne.

Vorsichtig optimistisch für das zweite Halbjahr

Die Analysten von Credit Suisse ist für das zweite Quartal optimistisch: „Die Prognose für das zweite Quartal ist viel besser als erwartet. Das Automobil- und Industriegeschäft werde allerdings aufgrund von Covid-19 im zweiten Quartal einen stärkeren negativen Einfluss haben.“ Eine Prognose für das restliche Jahr gab AMS-Chef Alexander Everke: „Wir sehen ein saisonales Verhalten und planen eine stärkere zweite Jahreshälfte, wie in den Jahren zuvor bereits.“ Mit Blick auf die Smartphone-Hersteller glaubt er, dass trotz des Coronavirus und den damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden sie ihre Entwicklungs-, Design- und anderen Vertriebsaktivitäten fortsetzen werden.

Auch für die geplante Übernahme von Osram im zweiten Quartal sieht er keine Probleme.

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