ITF2017 Selbstlernender Chip komponiert Musik

Autor: Sebastian Gerstl

Auf dem imec technology forum (ITF2017) hat das belgische Forschungszentrum einen Durchbruch auf dem Feld künstlicher Intelligenz vorgestellt. Der sogenannte neuromorphe Chip ist in der Lage, zu lernen und auf Grund seiner Erkenntnisse eigenständig Musik zu komponieren.

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Das belgische Imec-Forschungszentrum hat seinem ersten, selbstlernenden, neuromorphen Chip das eigenständige Komponieren von Musik beigebracht.
Das belgische Imec-Forschungszentrum hat seinem ersten, selbstlernenden, neuromorphen Chip das eigenständige Komponieren von Musik beigebracht.
(Bild: imec)

Das menschliche Gehirn verfügt über eine enorme Rechenkapazität bei vergleichsweise geringem Energiebedarf. Dabei verfügt es über gewaltige Flexibilität und Lerneigenschaften. Aus diesem Grund beschäftigen sich Wissenschaftler schon seit Jahren mit dem Gedanken, einen Chip zu entwickeln, der das menschliche Gehirn möglichst eng nachahmt..

Das imec-Forschungszentrum hat nun auf Basis seiner OxRAM -Technologie einen sogenannten neuromorphen Chip vorgestellt, der in Aufbau und Funktionen ein menschliches Hirn nachahmen soll. Trotz kleiner Grundfläche ist der Baustein in der Lage, selbst Funktionen hinzuzulernen und dabei nur wenig Energie zu benötigen. Der Chip stellt Zusammenhänge und Schlussfolgerungen auf Basis dessen,was er erfährt und erlebt, her. Auf diese Weise konnte der auf dem Imec Technology Forum demonstrierte Baustein selbsttätig Regeln lernen, die für Komposition und Aufbau von Musik notwendig sind, aud auf Basis dieser Erfahrungen neue Musiksequenzen komponieren.

Ziel der Imec-Forschungen ist es, Software und Hardware des neuromorphen Chips dahingehend zu verbessern, um selbstlernende Low-Power-Bausteine für niedrigen Preis und geringem Platzbedarf zu entwickeln, die in Anwendungen wie der Medizintechnik, Stromversorgung oder Verkehrsüberwachung zum Einsatz kommen könnten.

Ein neuromorpher Chip, der in Sensoren für die Medizintechnik zum Einsatz kommt, wäre beispielsweise in der Lage, einen individuellen Herzschlag auf Unregelmäßigkeiten zu überwachen oder selbsttätig abnormale EKG-Abweichungen zu erkennen. Dies würde eine stärker auf den Patienten angepasste, individuelle Gesundheitsversorgung und Behandlung ermöglichen.

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