Fertigungsplanung

Selbstentwickeltes Planungswerkzeug steigert Effizienz bei GBS

| Redakteur: Franz Graser

An das Planungs- und Informations-Tool (PIT) von Grundig Business Systems sind die Whiteboards und das Prämienzeiterfassungssystem gekoppelt. So können sich die Mitarbeiter für die verschiedenen Prämiengruppen anmelden, für die sie arbeiten.
An das Planungs- und Informations-Tool (PIT) von Grundig Business Systems sind die Whiteboards und das Prämienzeiterfassungssystem gekoppelt. So können sich die Mitarbeiter für die verschiedenen Prämiengruppen anmelden, für die sie arbeiten. (Bild: Grundig Business Systems)

Grundig Business Systems, EMS-Anbieter und Hersteller von Diktiergeräten, baut seit kurzem auf ein Planungs- und Informations-Tool, das die Produktionsvorgaben an die Mitarbeiter kommuniziert. Erste Prozessverbesserungen sind bereits spürbar.

Der Name „Pit“ klingt kumpelhaft. Ganz so, als wäre Pit ein verlässlicher Kollege, mit dem man nach der Arbeit noch ein Bier trinken kann. Ein solch verlässlicher Kollege ist auch der PIT bei Grundig Business Systems (GBS). Die drei Buchstaben stehen bei dem Bayreuther EMS-Dienstleister und Hersteller von Diktiergeräten allerdings für „Planungs- und Informations-Tool“.

Dieses Planungswerkzeug wurde bei GBS selbst konzipiert und entwickelt. Es erlaubt die Eingabe wichtiger Planungsvorgaben. Wöchentlich übertragen die Fertigungs- und Teamleiter des Bayreuther Unternehmens die Soll-Vorgaben für die Produktion in das System.

So zeigt PIT beispielsweise an, welche Geräte produziert werden müssen, außerdem die gewünschte Anzahl und die geplante Zeit, in der die Produkte hergestellt werden sollen. „Die Eingaben basieren auf unseren Planungsmeetings, zum Beispiel mit der Materialwirtschaft, und stehen spätestens ab Donnerstagnachmittag bereit. So ist sichergestellt, dass jede Arbeitsgruppe am Freitag ihren Plan für die kommende Woche besprechen kann“, sagt Fertigungsleiter Martin Halwas, der die Idee zu PIT hatte. Programmiert wurde das Tool von einem Kollegen aus der Entwicklung. „Dank dieses Tools weiß jeder Mitarbeiter ganz genau, was er in welcher Zeit leisten muss“, so Halwas.

An das PIT sind die Whiteboards und das Prämienzeiterfassungssystem gekoppelt. So können sich die Mitarbeiter für die verschiedenen Prämiengruppen anmelden, für die sie arbeiten. Mittlerweile werden bis zu 195 Produkte in 25 Prämiengruppen über PIT verwaltet. Die Planvorgaben werden über eine Schnittstelle an die Whiteboards übergeben. Auf diese greifen die Mitarbeiter über diverse PC-Arbeitsstationen mit dem Internet-Browser zu.

Die Whiteboards zeigen nicht nur an, was die einzelne Arbeitsgruppe in der Woche leisten muss, sondern auch die aktuelle Ist-Situation. „Das heißt: die Mitarbeiter wissen immer, wo sie stehen“, sagt Halwas. Die Ergebnisse werden an das Prämienzeiterfassungssystem weitergegeben. So kann ausgewertet werden, ob die Mitarbeiter bei der Produktion der geforderten Geräte unter der vorgegebenen Zeit geblieben sind und somit eine Prämie erhalten.

„Um die Produktivität zu steigern, sollte eine Firma stets die eigenen zur Verfügung stehenden Mittel einer Prüfung unterziehen. Das haben wir gemacht und aus unseren Erkenntnissen heraus die für uns optimale Lösung gefunden“, fasst Fertigungsleiter Halwas die Erfahrungen zusammen. Mittlerweile habe sich so die operative Wertschöpfung im ersten Halbjahr 2012 um 18 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 verbessert.

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