Ultratronik Seit 30 Jahren Partner aller Industriezweige

Redakteur: Jan Vollmuth

Der Distributor Ultratronik blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück: Seit den Anfängen als reiner Bauelementedistributor hat sich das Unternehmen aus Herrsching am Ammersee heute zum Systemlösungslieferanten für die Industrie weiterentwickelt.

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„Wir geben unseren Kunden Garantie für die langfristige Verfügbarkeit der von uns verwendeten Displays und Panels“, Alexander Sorg, Geschäftsführer Ultratronik
„Wir geben unseren Kunden Garantie für die langfristige Verfügbarkeit der von uns verwendeten Displays und Panels“, Alexander Sorg, Geschäftsführer Ultratronik
( Archiv: Vogel Business Media )

Von Ultratronik gelieferte Produkte sind in modernen Logistikanwendungen heute ebenso unverzichtbar wie für Automatisierungs- und Haustechnikhersteller oder in Smart Cameras: Thin Server zum Beispiel – perfekte Datenschaufeln im Kleinstformat – oder so genannte Mensch-Maschine-Schnittstellen, basierend auf OFSPs, die die Basis vieler netzbasierter Bedienpanels sind.

Angesichts des anhaltenden Trends zur Miniaturisierung und der vom Markt geforderten, immer kürzerer Entwicklungszyklen fordern die Entwickler in der Industrie von Lieferanten wie Ultratronik umfassendes Entwicklungs-Know-how, Fertigungserfahrung und -kapazitäten, aber auch Integrations-Support im Bereich der Software sowie kundenspezifischer Lösungen.

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Von der Distribution zur Systemlösung

Die Ultratronik Vertriebs GmbH, die 1975 gegründet wurde, hat diese Entwicklung von Beginn an antizipiert. Personell und strukturell baute Firmeninhaber Wolfgang Sorg systematisch Kompetenzen in den Bereichen Hardware- und Softwareentwicklung auf, und schuf bereits 1978 eigene flexible Fertigungskapazitäten für Baugruppen und Systeme in der Ultratronik Entwicklungs-GmbH.

Das firmeneigene Development Center legte den Schwerpunkt auf die Kernkompetenzen MMI (OFSPs, UMCs, kundenspezifische Lösungen) und Displays (Industriedisplays, Displaykits, Monitorlösungen sowie ein komplettes TFT-Familienkonzept).

Rasantes Wachstum im Systemgeschäft

Innerhalb weniger Jahre konnte sich Ultratronik so auf Industrieseite einen Namen als Spezialdistributor für Displays, ASICS und Microcontroller machen.

Seit 2003 hat sich der Anteil des Systemgeschäfts am Unternehmensumsatz spürbar vergrößert. Vertriebsleiter Ralf Neuner sieht dies in erster Linie als geplante Ergänzung des Geschäfts an, die keine Auswirkungen auf das traditionell sehr starke Handelsgeschäft hat.

Ultratronik-Kunden stammen aus ganz Europa und sind in verschiedensten Branchen tätig, zum Beispiel im Automobilbau, der Luftfahrtbranche, in der Messtechnik oder Medizintechnik, aber auch in der landwirtschaftlichen Großproduktion oder im Gebäudemanagement.

So breit wie das Kundenspektrum sind auch die kundenspezifischen Bedürfnisse der Entwickler und Anwender auf Kundenseite an Bauteilen und komplexen Lösungen.

Ultratronik setzt deshalb in seinem Distributionsgeschäft mit größter Sorgfalt auf ein Portfolio, dass immer auf höchsten Innovationsgrad und optimale Langzeitverfügbarkeit ausgerichtet ist.

Strategischer Distributionsvertrag mit GVision

ULTRATRONIK bietet seit Juli 2006 Industrie- und Projektkunden offiziell und exklusiv die Belieferung mit der gesamten aktuellen Produktauswahl der im taiwanesischen Taipeh ansässigen GVision an. GVision ist auf Lösungen in den Bereichen Public Advertising, Industriemonitore, Medizintechnik sowie PoS-Displays spezialisiert, bietet aber auch kundenspezifische Display-Lösungen an.

„Mit den Produkten von GVision haben wir für unsere Kunden eine planungssichere Erweiterung unserer Line Card hochwertiger TFT-Displays und Touchscreen-Lösungen für Applikationen in den Größensegmenten von 6,4“ bis 30“ geschaffen. Mit dem ergänzten Produktportfolio können wir alle denkbaren Anwendungen unserer Kundenunternehmen, von der Spielautomatenproduktion bis hin zur Konfiguration medizintechnischer Displays, perfekt unterstützen“, sagt Alexander Sorg, Geschäftsführer der ULTRATRONIK

RMI Partner Alliance

Bereits im vergangenen Dezember trat Ultratronik der weltweiten Partner-Alliance der amerikanischen Raza Microelectronics (RMI) bei. In dieser Allianz haben sich mehr als 30 führende Technologieunternehmen aus der ganzen Welt – u.a. AMD, DivX, Grenn Hills oder MontaVista – zusammengeschlossen, die auf Basis von RMI-Halbleiterprodukten Industrielösungen entwickeln, integrieren oder produzieren. Sie soll allen Partnern Zugang zu Entwicklungstools und Synergien bei Software, Tools und Applikationen für die MIPS-basierten Prozessorproduktlinien RMI XLR und RMI Alchemy geben. So erhält Ultrotronik aus erster Hand die jeweils neuesten Devices von RMI.

Ralf Neuner, Leiter Vertrieb und Marketing Ultratronik, sieht in der RMI-Allianz einen unmittelbaren Vorteil für alle MMI-Kunden des Distributors: „Unsere Kunden haben die Garantie, sich in allen Anwendungsbereichen auf MMI- und Kommunikationslösungen verlassen zu können, die auf dem neuesten Stand industrieller Prozessortechnologien sind und die beste Performance pro Megahertz und Watt bieten“, so Neuner.

Erste MMI-Lösungen, die im Rahmen der Allianz entstanden sind, wurden bereits zur diesjährigen Embedded World im Februar 2007 präsentiert.

Value Added Distribution von Axis-Produkten

Im März dieses Jahres unterzeichnete Ultratronik mit Axis Communications eine Distributionsvereinbarung zur Übernahme des Vertriebs und der Value-Added Services für Axis SOC (System-on-Chip) und Device-Server.

Daraus ergibt sich ein deutlicher Synergieeffekt, betont Ultratronik-Geschäftsführer Alexander Sorg: „Wir garantieren weit reichende Services bei SOC und Device-Servern. Damit können wir unsere Kunden im Bereich Engineering und Manufacturing Services mit Angeboten unterstützen, die bis zu Board- und Komplettlösungen reichen. Über diese Kooperation können wir unsere Marktstellung im Bereich industrieller Kommunikationslösungen weiter ausbauen.“

Die Distributionsvereinbarung erstreckt sich regional über Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie auf Benelux, Skandinavien, mehrere baltische Staaten, Russland und Süd-, Südost- und Osteuropa.

Logischer Schritt zum Full-Custom-Produkt

Mit eigenen UMC-Lösungen vollzog Ultratronik bereits vor 15 Jahren systematisch den Schritt zur eigenen Entwicklung und Fertigung. „Dabei haben wir Know-how erworben, das uns in Kombination mit unserer Hardware- und Softwarekompetenz bei den nun im geschäftlichen Mittelpunkt stehenden MMI-Lösungen einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung verschafft hat.“

Der Schwerpunkt liegt hier bei kundenspezifischen Lösungen, die alle Displaygrößen und Auflösungen abdecken. Dies ist kein Zufall: „Wir sind seit vielen Jahren in diesem Segment erfolgreich tätig und verfügen über langjährige Kooperationen mit großen Herstellern, die bis in deren Entwicklungsphasen reichen“, betont Alexander Sorg. „Dadurch sind wir auch heute in der Lage, für unsere Kunden investitionsentscheidende Garantien für die langfristige Verfügbarkeit der von uns verwendeten Panels und Displays zu geben.“

Anders als manche Konkurrenten arbeitet Ultratronik ausschließlich mit Herstellern, die den Industriekundenbereich nachweislich konsequent und verlässlich bedienen. „Wir orientieren uns nicht kurzfristig nach Verfügbarkeit und Minimalpreis. Für uns und unsere Kunden zählen vielmehr Investitionssicherheit, Zuverlässigkeit und Total Cost of Ownership“, sagt Ralf Neuner.

Gefragt sind individualisierte Lösungen und Entwicklungssupport

Die Auftraggeber aus zahlreichen Branchen haben im Wesentlichen alle dasselbe Ziel: Kosten und Zeit in der Entwicklung eigener Steuerungssysteme zu sparen und vor allem Unterstützung bei der Entwicklung, speziell bei der Integration in bestehende Soft- und Hardware-Infrastrukturen.

„Für die meisten unserer Kunden ist der Umstieg auf die Linux-basierten Embedded Systeme gleichzeitig ein Neueinstieg in eine bis dato unbekannte Betriebssystem-Welt. Deshalb unterstützen wir unsere Kunden in den Bereichen Software, Hardware, Betriebssysteme und webbasierende Techniken. Für viele übernehmen wir sogar umfassende Entwicklungsschritte oder stellen Entwicklungstools zur Verfügung“, erklärt Ralf Neuner.

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