Meilensteine der Elektronik

SE Spezial-Electronic – oder die Vorteile der Spezialisierung

| Redakteur: Margit Kuther

Modernste Elektronik hinter historischer Fassade: der Firmenhauptsitz von SE Spezial-Electronic in der ehemaligen fürstlichen Musikschule in Bückeburg.
Modernste Elektronik hinter historischer Fassade: der Firmenhauptsitz von SE Spezial-Electronic in der ehemaligen fürstlichen Musikschule in Bückeburg. (Bild: Bild: SE Spezial-Electronic)

Auch wenn in den 46 Jahren seit der Unternehmensgründung aus anfangs drei inzwischen 33 Produktlinien geworden sind – der Firmenname SE Spezial-Electronic ist nach wie vor Programm.

Den starken Fokus auf wenige Lieferanten und Produktgruppen sowie das daraus resultierende tiefe technische Know-how des norddeutschen Elektronikdistributors wissen in Zeiten immer komplexerer Aufgabenstellungen nicht nur die Kunden, sondern auch die Hersteller zu schätzen.

Als Günther Wuttke 1970 sein Großhandelsunternehmen für elektronische Bauelemente gründete, begann gerade der weltweite Siegeszug der integrierten Schaltungen. Da ist es wenig verwunderlich, dass sich das Unternehmen in seinen frühen Jahren sehr stark auf einschlägige Hersteller wie etwa Intersil und Maxim sowie Epson als einen schon damals führenden Hersteller von Timing-Produkten fokussierte.

Auch der in der Anfangsphase noch parallel laufende Vertrieb von Programmiergeräten änderte nichts an der grundsätzlichen Intension, fortan für nur wenige ausgewählte Bauelementehersteller quasi als verlängerte Werkbank zu fungieren.

Über die ersten drei Jahrzehnte hinweg war die Geschäftsentwicklung denn auch vor allem von der engen Zusammenarbeit mit nur zwei Linien – Maxim und Epson – geprägt, mit dem Vorteil, dass SE Spezial-Electronic über einen langen Zeitraum hinweg in den Bereichen Analog, Mixed Signal und Timing ein für ein Distributionsunternehmen ziemlich einzigartiges Design-In-Wissen aufbauen konnte.

Als Günther Wuttke 1997 durch einen Autounfall viel zu früh aus seinem Unternehmerleben gerissen wurde, zögerte sein damals 24-jähriger Sohn Christopher keine Sekunde, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Er tat dies so erfolgreich, dass sich in den Folgejahren sogar politische Größen wie beispielsweise Michail S. Gorbatschow oder auch Angela Merkel bei Besuchen vor Ort über die Leistungsfähigkeit des innovativen Mittelstandsunternehmens informierten.

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