Verbindungstechnik Schwere Steckverbinder aus Kunststoff und Metall sparen bis zu 80 Prozent Varianten

Autor / Redakteur: Jens Andresen * / Kristin Rinortner

Rechteckige Industriesteckverbinder sind mittlerweile aufgrund der Variantenvielfalt eine logistische Herausforderung. Im Beitrag zeigen wir, wie man die Varianten um bis zu 80 Prozent reduzieren kann.

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Weniger Varianten: Die Kunststoff-Steckverbinder und die neuen Metall-Steckverbinder aus der Serie Heavycon Evo decken ein breites Anwendungsspektrum ab. Durch die Kabelverschraubungen mit schrägem Bajonett-Verschluss und der EMV-tauglichen Metallausführung werden bis zu 80% der sonst üblichen Varianten eingespart.
Weniger Varianten: Die Kunststoff-Steckverbinder und die neuen Metall-Steckverbinder aus der Serie Heavycon Evo decken ein breites Anwendungsspektrum ab. Durch die Kabelverschraubungen mit schrägem Bajonett-Verschluss und der EMV-tauglichen Metallausführung werden bis zu 80% der sonst üblichen Varianten eingespart.
(Bild: Phoenix Contact)

Im Maschinen- und Anlagenbau kommen häufig geschirmte Kabel zum Einsatz, die steckbar angeschlossen werden. Die Anforderungen an die Kabelverschraubungen und Abgangsrichtungen sind bei EMV-Steckverbindern ähnlich vielfältig wie bei den Standardausführungen aus pulverbeschichtetem Aluminium oder aus Kunststoff.

Mit den aktuellen Industriesteckverbindern aus Metall für EMV-Applikationen hat Phoenix Contact jetzt sein Produktprogramm Heavycon Evo erweitert. Durch die schwenkbare Kabelverschraubung mit Bajonett-Verschluss werden erheblich weniger Varianten benötigt.

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Rechteckige Industriesteckverbinder aus Aluminium-Druckguss sind durch die – historisch bedingte – Variantenvielfalt für Hersteller und Anwender mittlerweile zu einer logistischen Herausforderung geworden. So besteht beispielsweise bereits ein Basisprogramm der B- und E-Serie aus insgesamt etwa 200 Gehäusen.

Das Programm umfasst Tüllengehäuse für das Anschlusskabel, Anbaugehäuse für die Wanddurchführung, Kupplungsgehäuse für frei verlegbare Kabelkupplungen sowie Sockelgehäuse für elektrische T-Verbindungen.

Die vier Größen – B6, B10, B16, B24 – sind mit zahlreichen Kabeleingängen und Kabelabgangsrichtungen verfügbar. Und mit jeder Kabelverschraubungsvariante verdoppelt sich die Anzahl der Gehäuse. So gibt es im Bereich der Kabelverschraubungen Gehäuse mit einfachen PG-, metrischen- und NPT-Gewinden für die USA. Das Gleiche gibt es noch einmal mit Messingstutzen, um den Verkabelungsraum zu vergrößern und die Dichtigkeit zu verbessern. Und es gibt die Gehäuse mit kompletten Kabelverschraubungen aus Kunststoff und Metall sowie störfest. Steckverbindergehäuse für höhere EMV-Anforderungen bilden meist eine eigene Serie, weil die elektrische Verbindung zwischen Anbauwand und Kabelschirm möglichst lückenlos und niederohmig sein muss. Möglich ist dies nur bei Gehäusen mit leitfähigen Oberflächen und Dichtungen.

Zwei Serien decken die meisten Applikationen ab

Metallgehäuse empfehlen sich bei Applikationen mit extremer mechanischer Beanspruchung wie etwa auf Baustellen oder auch, wenn Kunststoff für die Kabelzugentlastung nicht ausreicht. Sinnvoll sind sie auch in ozonhaltiger Atmosphäre und bei Schweißfunken-Bildung wie in der Automobilfertigung.

Auch bei extremen Temperaturen und hohen Vibrationen, denen Schienenfahrzeuge ausgesetzt sind, werden sie gerne eingesetzt. Die Metallgehäuse aus der Serie Heavycon Evo eignen sich darüber hinaus auch für EMV-Anwendungen - sie können wahlweise mit Standard- und mit EMV-Kabelverschraubungen ausgestattet werden (Bild 1).

Für Standard-Anwendungen, die keinen Störschutz brauchen, bieten sich die kostengünstigen Kunststoffgehäuse der Serie Heavycon Evo an. Sinnvoll sind sie auch überall dort, wo sich heute bereits CEE-Stecker und Kunststoff-Kabelverschraubungen etabliert haben. Vorteilhaft bei der Kunststoffausführung sind die hohe Schutzart bis IP66, die Korrosionsbeständigkeit sowie das viel geringere Gewicht gegenüber Aluminium.

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