Der Schweinezyklus – vom Aufstieg und Niedergang

Ob Speicherchips oder Ingenieure: Auf einen Mangel folgt ein Überschuss. Und umgekehrt. Das Auf und Ab zieht sich – mit unterschiedlich ausgeprägter Amplitude und Periodendauer – quer durch viele Branchen und Märkte. Ein Paradebeispiel für einen solchen „Schweinezyklus“ ist der Speichermarkt mit Massenprodukten wie DRAM und NAND-Flash. Den Ausdruck prägte übrigens Arthur Hanau 1927 in seiner agrarwissenschaftlichen Dissertation. Ihr Thema: Schweinepreise.

Einer erhöhten Nachfrage folgt ein Verfügbarkeitsengpass. Die Preise für die verknappten Produkte steigen. Daraufhin investieren Hersteller massiv in Fertigungskapazitäten – und schießen oft über das Ziel hinaus. Die Folgen: Überangebot, Preissturz, Marktbereinigung. Obwohl die Gründe für die wellenförmige Entwicklung bekannt sind, lässt sie sich offenbar nicht vermeiden. Zu viele Variablen sind involviert, aktuell neben erratisch agierenden Staatenlenkern und provozierten Handelskriegen auch eine zunehmende Ungewissheit durch den bevorstehenden Brexit.




Weitere Beiträge zum Schweinezyklus in der Elektronik

Chipmarkt bricht 2019 stärker ein als bislang angenommen

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Marktbeobachter WSTS korrigiert seine Frühjahrsprognose nach unten: 2019 werden Chiphersteller gut 60 Mrd. US-Dollar weniger umsetzen als im Rekordjahr 2018. Für 2020 sehen die Auguren Licht am Ende des Tunnels. Nicht zuletzt wegen Prozessoren, die für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen optimiert sind. lesen

Sinkende Aufträge für die deutsche Wirtschaft

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Die Quartalszahlen der Bauelemente-Distribution sind ein Indikator für den Zustand der deutschen Wirtschaft: Die Bauelemente-Distribution schrumpft im zweiten Quartal 2019 um 2% bei schwacher Auftragslage. lesen

Schwächelnde Konjunktur und Protektionismus – eine gefährliche Mischung

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Die deutsche Wirtschaft schwächelt. Zahlreiche Risiken verunsichern die Unternehmer. Der Protektionismus spielt dabei auf den ersten Blick für die meisten eine kleinere Rolle als oft vermutet, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): Die Unternehmen fürchten vor allem Fachkräfte-Engpässe. lesen

Mikrocontroller-Markt bricht 2019 um 6% ein

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Die Rekordzahlen der letzten Jahre sind vorbei: Laut IC Insights wird das weltweite Geschäft mit Mikrocontrollen bis zum Ende des Jahres 2019 um knapp sechs Prozent zurückgehen. Schuld sind unter anderem das schlechte Automobilgeschäft und der Handelskrieg zwischen USA und China. lesen

Leiterplattenmarkt im ersten Halbjahr 2019 rückläufig

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Die Weltkonjunktur verliert an Schwung, Handel und Investitionen gehen zurück. Weltweit herrscht Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die weitere Entwicklung, was sich auch immer stärker im Leiterplattenmarkt niederschlägt. lesen

Digitalisierung in der Europäischen Union – mit gutem Beispiel vorangehen

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Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich klare Ziele für ein zukunftsfähiges Europa gesetzt. Ein Gesetz für mehr Sicherheit bei digitalen Diensten sowie Investitionen in innovative Technologien gehören ebenso dazu wie die Vorbildfunktion der Kommission in Sachen Digitalisierung. lesen

Schwächelnder Halbleitermarkt: So reagieren erfahrene Unternehmen

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Trübe Aussichten: Schwache Quartalszahlen und zum Teil nachlassende Börsenkurse von Branchenschwergewichten wie Samsung, Intel, TI und ST zeigen, wie sehr die weltweiten Unwägbarkeiten Halbleiterfirmen zusetzen. Jetzt heißt es antizyklisch zu investieren. lesen

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Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben im Frühjahrsgutachten der Gemeinschaftsdiagnose ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 deutlich gesenkt. Die Gefahr einer Rezession bestünde aber nicht. lesen

Mikroelektronik weltweit auf Wachstumskurs

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Weltweit wächst der Markt für Mikroelektronik weiter – allerdings verhaltener als in den letzten Jahren. Angesichts globaler Verschiebungen mahnt der ZVEI, weiter in europäische Spitzenforschung zu investieren. lesen

DRAM und NAND: Bröckelnde Preise bremsen Samsung aus

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Intel überholt Samsung: Mit dem Preisverfall für DRAM und NAND büßt der weltgrößte Speicherhersteller massiv Umsatz ein. Chip-Rivale Intel profitiert und könnte 2019 wieder zum umsatzstärksten Halbleiterhersteller werden. Das sind nicht die einzigen Auswirkungen des schwächelnden Speichermarktes. lesen

China-Krise: Chiphersteller Renesas plant Produktionsstopp in fast allen Fabriken

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Mit einem harten, temporären Produktionsstopp will Halbleiterhersteller Renesas der schwächelnden Nachfrage nach ICs für Autos und Geräten in China begegnen. Die macht auch der Konkurrenz zu schaffen. lesen

Leiterplattenindustrie schließt 2018 mit leichtem Wachstum ab

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Bei den Leiterplattenherstellern in der DACH-Region konnte die Umsatzentwicklung 2018 an das bereits sehr gute Jahr 2017 anschließen. Dies berichtet der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems. lesen

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Die Elektronikbranche spürt die Folgen des US-chinesischen Handelskriegs und die weltpolitische Unsicherheit. Nach zwei starken Jahren in Folge erwarten Marktbeobachter ein gebremstes Wachstum für 2019. Immerhin eine Branche boomt. lesen

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Eine aktuelle Studie sagt dem Markt für Energy-Harvesting-Chips in den nächsten Jahren einen Boom voraus: Die Auguren erwarten, dass der Halbleiteranteil für Energy-Harvesting-Lösungen bis 2022 auf 3,4 Mrd. US-$ anwachsen wird. lesen