Suchen

Drohnen Schutzmaßnahmen gegen Drohnenangriffe bei politischen Großveranstaltungen

| Autor: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Bei politischen Großveranstaltungen wie dem G20-Gipfel in Hamburg wird Sicherheit groß geschrieben. Die Technik macht auch hier nicht halt: Eine große Gefahr stellen Drohnen dar, die Prominente ausspionieren oder sie gar angreifen können.

Firmen zum Thema

DroneTracker: Das System schützte bereits das World Economic Forum in Davos.
DroneTracker: Das System schützte bereits das World Economic Forum in Davos.
(Bild: Dedrone)

Wenn politische und wirtschaftliche Größen zusammenkommen und über die Zukunft einer Organisation, eines oder gar mehrerer Länder beraten, dann sind besondere Schutzmaßnahmen gefragt. Immer mehr in den Fokus der Sicherheitsbeauftragten geraten dabei Drohnen. Die kleinen Fluggeräte bieten das Potenzial, beispielsweise Prominente auszuspionieren oder sogar Personen oder Einrichtungen anzugreifen. Dedrone schützt Großveranstaltungen mit seinem System DroneTracker. Dabei kommen auch Netzwerk-Kameras von Axis Communications zum Einsatz.

Sicherheit geht vor

Die Sicherheit bei Großereignissen, egal ob es sich dabei um sportliche, politische oder kulturelle Veranstaltungen handelt, stand immer schon im Fokus der Organisatoren. Doch während früher die Zu- und Abgänge sowie das Geschehen in und um den Veranstaltungsort beobachtet und kontrolliert wurden, hat sich der Sicherheitsbereich nun auch vertikal ausgeweitet. Dedrone, Weltmarktführer für Drohnen-Detektion, schützt mit seinem System politische und wirtschaftliche Großveranstaltungen, wie beispielsweise das World Economic Forum in Davos, vor den von Drohnen ausgehenden Gefahren oder Spionage.

Netzwerk-Kameras schützen vor Drohnen

Das System von Dedrone, der DroneTracker, verfügt über Netzwerk-Kameras von Axis und liefert eine Frequenz- und Videoüberwachung des Luftraums. Die Bilder werden in Echtzeit analysiert und das System alarmiert sofort, wenn eine Drohne in den als geschützt definierten Bereich eindringt.

Scharfe Bilder

Die dabei verwendeten AXIS P1428-E Netzwerk-Kameras liefern eine hervorragende Bildschärfe und sind ideal für den Einsatz im Außenbereich. Das Objektiv mit P-Iris optimiert sowohl die Schärfentiefe als auch die Auflösung, Kontrast und Bildklarheit.

Echtzeit-Alarm

Die Polizei des Schweizer Kantons Graubünden nutzte das System, um den Luftraum über dem Veranstaltungsort des World Economic Forums zu sichern. Durch den Echtzeit-Alarm blieb den Beamten genügend Zeit, um die Lage einzuschätzen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Das System funktioniert dreistufig:

  • Automatisierter Alarm und Benachrichtigung: Sobald der DroneTracker erkennt, dass sich eine Drohne im Anflug befindet, gibt er via SMS, der Benutzeroberfläche, E-Mail, Netzwerk (TCP/IP), SNMP oder Pushover.net Alarm.
  • Vermeidungsmechanismen: Dedrone klassifiziert die Drohne, zeichnet sie für die spätere Beweisführung und Identifikation auf Video auf und bewertet die Gefahrenlage. Stellt sich diese als hoch heraus, kann das System automatisch offensive und defensive Gegenmaßnahmen einleiten.
  • Forensischer Beweis: Alle erkannten Drohnen werden auf Video aufgezeichnet und die Daten lokal gespeichert. Nutzt die Drohne einen RF-Sensor speichert DroneTracker die MAC-Adresse, die Seriennummer, den Drohnentyp und das Modell und kann so Wiederholungstäter erkennen. Außerdem wird das Video als Beweismaterial genutzt und kann die Flugbahn der Drohne nachverfolgen.

(ID:44772727)

Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.