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Sensor-Aktor-Schnittstelle Schnittstelle jetzt auch als BiSS-Safety-Variante

| Redakteur: Kristin Rinortner

Die Open-Source-Schnittstelle BiSS kann auch für Safety-Anwendungen verwendet werden. Das BiSS-Protokoll und der „Physical Layer“ bleiben für BiSS-Safety identisch und damit für sicherheitsrelevante Anwendungen im SIL2 und SIL3 nutzbar.

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Open-Source-Schnittstelle: BiSS jetzt auch als Safety-Variante
Open-Source-Schnittstelle: BiSS jetzt auch als Safety-Variante
(Bild: iC-Haus)

Im Jahr 2002 hat der ASiC-Hersteller iC-Haus das BiSS-Protokoll als Open-Source Schnittstelle in der Automatisierungstechnik vorgestellt. Man wollte eine schnelle bidirektionale Sensor-Aktor-Kommunikation erreichen und zur etablierten SSI-Schnittstelle (synchron, seriell) Hardware-kompatibel bleiben. Neben seinen technischen Vorzügen haben zwei Voraussetzungen den heutigen weltweiten Standard begründet: die kostenlose BiSS-Lizenz für Applikationen und die Stabilität und Kontinuität des Protokolls seit seiner Einführung.

Mit BiSS Safety können nun auch sicherheitskritische Anwendungen vollumfänglich mit der BiSS-Schnittstelle umgesetzt werden. Dabei bleiben das bekannte BiSS-Protokoll und die vorhandene Standard Infrastruktur erhalten.

BiSS Safety nutzt die protokollspezifischen Merkmale der BiSS- Busstruktur und der CRC-Prüfsummenabsicherung für eine sichere „Black Channel“-Übertragung.

Dr. Heiner Flocke, Geschäftsführer iC-Haus, erklärt: „Damit geht die BiSS-Schnittstelle konsequent den nächsten Schritt weiter in einen potentiellen Wachstumsmarkt für sicherheitsrelevante Systeme. Mit BiSS Safety ändert sich am Protokoll und an der physikalischen Schnittstelle nichts. Es werden der vorhandene Standard und die protokolleigenen Freiheitsräume für BiSS Safety und weiterhin als Open Source genutzt.“

Die Schnittstelle ist busfähig und lässt sich als Sensor-Aktor-Schnittstelle leicht gegenüber Feldbussen abgrenzen. In der Positionssensorik trifft BiSS auf andere bidirektionale Schnittstellen mit analoger Übertragung und auf proprietäre Ansätze einzelner Encoder-Hersteller.

Um eine technisch überzeugende Entwicklung in einen breiten Markt zu etablieren, wurde die Schnittstelle – und jetzt auch BiSS Safety - als offener Standard freigegeben.

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