U-Boot mit Kiemen Schnelles Tragflächenboot kann tauchen und versorgt Passagiere mit Atemluft

Das Unterwasser-Tragflächenboot Deepseaker DS1 des italienischen Start-ups iSpace2o erreicht über Wasser eine Geschwindigkeit von bis zu 23 Knoten (43 km/h) und kann bis zu 50 m Wassertiefe tauchen.

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Der Rumpf des vollelektrischen Deepseaker DS1 erhebt sich beim Erreichen der Foiling-Geschwindigkeit aus dem Wasser, was den Widerstand deutlich verringert und die Reichweite erhöht.
Der Rumpf des vollelektrischen Deepseaker DS1 erhebt sich beim Erreichen der Foiling-Geschwindigkeit aus dem Wasser, was den Widerstand deutlich verringert und die Reichweite erhöht.
(Bild: iSpace2o)

Deepseaker DS1 ist laut Hersteller das erste schnelle Boot, das auch tauchen kann. Es wird vollständig elektrisch angetrieben. Für den Vortrieb sorgen leise „Deepspeed“-Düsen, die von Sealence entwickelt und gebaut wurden.

Ein Nachteil der meisten Elektroboote ist ihre eingeschränkte Reichweite. Wenn Deepseaker DS1 jedoch seine Foiling-Geschwindigkeit erreicht, hebt sich der Rumpf aus dem Wasser, was den Widerstand deutlich verringert und die effektive Reichweite erhöht.

Zur Größe des Antriebsakkus und zur Reichweite macht iSpace2o bislang zwar noch keine Angaben, weist aber darauf hin, dass es auch einen Wasserstoffantrieb mit größerer Reichweite in Betracht zieht.

Das erste Unterwasserfahrzeug mit Tragflügeln steht vor dem Baubeginn.
Das erste Unterwasserfahrzeug mit Tragflügeln steht vor dem Baubeginn.
(Bild: iSpace2o)

Unter Wasser geht die Luft nie aus

Eine weitere wichtige Innovation ist nach Angaben des Unternehmens die Partnerschaft mit Like-A-Fish. Dieses Unternehmen hat ein System entwickelt, das die Vier-Personen-Kabine des Deepseakers nahezu unbegrenzt mit Sauerstoff versorgen kann. Diese Technologie nutzt eine elektrische Zentrifuge, um aus Meerwasser mittels Unterdruck Sauerstoff herauszulösen und in das Luftsystem des U-Boots einzuspeisen. Dieses Gerät benötigt pro Person eine Leistung von etwa 150 W und soll schon vor etwa 12 Jahren als Prototyp entwickelt worden sein.

iSpace2o verspricht eine „Tesla-ähnliche“ KI-Navigation, aufblasbare Airbags, um das Fahrzeug im Notfall an die Oberfläche zu bringen, ein AR-inspiriertes Heads-up-Display, eingebaute GoPros, Hydrophone für Unterwasser-Audio und eine doppelschalige Struktur, welche die Kabine auch dann schützt, wenn bei einer Kollision der Rumpf beschädigt wird.

Deepseaker DS1 passt in die Garage von Superyachten und potenzielle Käufer sind auch Tourismusanbieter. Laut iSpace2o hat eine große Kreuzfahrtgesellschaft bereits zehn der Tragflächenboote geordert.

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