Schnellere neuronale Netze und Absicherung von KI-Systemen

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Künstliche Intelligenz wird zur Gestaltung der Mobilität der Zukunft beitragen.
Künstliche Intelligenz wird zur Gestaltung der Mobilität der Zukunft beitragen. (Bild: Continental)

Continental hat einen Kooperationsvertrag mit der KI-Forschungsgruppe Berkeley DeepDrive geschlossen. Die Partner wollen künftig unter anderem an der Optimierung der Geschwindigkeit neuronaler Netze im Auto und der Absicherung von KI-Systemen forschen.

Continental weitet sein internationales Netzwerk für künstliche Intelligenz auf das Silicon Valley aus: Der Technologiekonzern teilte am Montag mit, einen Fünfjahresvertrag mit der KI-Forschungsgruppe Barkeley DeepDrive (BDD) an der University of California geschlossen zu haben. Im Fokus der gemeinsamen Arbeit sollen unter anderem die Optimierung der Geschwindigkeit von neuronalen Netzen im Auto sowie die Absicherung von KI-Systemen in sicherheitskritischen Anwendungen stehen. Die Forschungsergebnisse sollen so schnell wie möglich ihren Weg in die Serie finden.

Continental will sich im ersten Jahr der Partnerschaft auf zwei Forschungsbereiche des BDD konzentrieren: zum einen die „Testbarkeit von KI-Algorithmen in sicherheitsrelevanten Systemen“. Hierfür hat BDD Methoden entwickelt, mit denen sich die Ausfallsicherheit von KI-Systemen besser testen lassen soll. Zum anderen untersuchen die Berkeley-Forscher Möglichkeiten, KI-Anwendungen besonders speichereffizient zu betreiben, um neuronale Netze zu beschleunigen und zu optimieren. So sollen sich die KI-Methoden später leichter in Fahrzeugen anwenden lassen.

Engagement soll schnelleren Kompetenztransfer ermöglichen

„Für unser Engagement im Silicon Valley und in Berkeley sprechen vor allem die hochinteressanten Forschungen in der Disziplin Explainable AI, also erklärbare künstliche Intelligenz, sowie zur Optimierung und Komprimierung von tiefen neuronalen Netzwerken, die dort stattfinden“, erklärt Demetrio Aiello, Leiter der weltweiten KI-Vorentwicklung von Continental in Regensburg. Bei „Explainable AI“ geht es darum, genau zu verstehen, wie ein KI-System seine Entscheidungen trifft. Die Partnerschaft habe aber noch eine weitere wichtige Komponente: „Die Möglichkeit, Mitarbeiter aus San José und anderen Continental-Standorten in BDD-Forschungsteams einzubetten, ermöglicht einen schnelleren Kompetenztransfer“, so Aiello weiter.

Continental befasst sich seit Jahren intensiv mit dem Thema KI. Hierfür kooperiert das Technologieunternehmen bislang unter anderem mit NVIDIA, Baidu und zahlreichen Forschungsinstituten wie der Universität Oxford, der Technischen Universität Darmstadt, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Indian Institute of Technology Madras (Indien).

Dieser Beitrag stammt von unserem PartnerportalIndustry-of-things.de.

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