Schneller wachsen: Swissbit kauft Hyperstone

Redakteur: Michael Eckstein

Das passt: Swissbit, europäischer Hersteller von industrietauglichen Flash- und Security-Speicherlösungen, übernimmt Flash-Speicher-Controllerhersteller Hyperstone. Mit vereinten Kräften will man verstärkt Produkte für Embedded-IoT- und Security-Lösungen entwickeln.

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Die neue Swissbit-Fabrik in Berlin: Hier fertigt Swissbit moderne industrietauglichn Speicher- und Security-Module.
Die neue Swissbit-Fabrik in Berlin: Hier fertigt Swissbit moderne industrietauglichn Speicher- und Security-Module.
(Bild: Swissbit)

Durch die Übernahme von Hyperstone holt sich Swissbit, europäischer Anbieter von Speicher- und Embedded-IoT-Lösungen für industrielle Anwendungen, zusätzliche Technologiekompetenz ins Haus. Hyperstone ist ein auf die Entwicklung von zuverlässigen Flash-Speichercontrollern spezialisiertes Unternehmen mit Hauptsitz im deutschen Konstanz sowie Niederlassungen in Taiwan, USA und Deutschland. Die Firma gehörte bislang zur Unternehmensgruppe CML Microsystems, einem global agierenden Hersteller von Halbleitern für den Kommunikations- und Speichermarkt.

Nach eigenen Angaben kann Swissbit durch die Akquisition seine Position als unabhängiger europäischer Hersteller von Speicher- und Security-Produkten ausbauen. „Der Schwerpunkt gemeinsamer Entwicklungsprojekte werden wir auf innovative Lösungen im attraktiven Wachstumsmarkt für Security und Embedded IoT legen“, sagt Silvio Muschter, CEO von Swissbit. Mit „Best-in-Class-Produkten“ wolle man die schnell wachsenden Anforderungen von Kunden an die Sicherheit von Daten und Geräten im Internet der Dinge erfüllen.

Hyperstone bleibt eigenständige Organisation

Das Hyperstone-Team hingegen profitiere bei der Controller-Entwicklung von der System- und Markterfahrung von Swissbit in diesen Zukunftsmärkten. Unabhängig davon sollen beide Unternehmen ihre jeweiligen Kunden- und Partnernetzwerke bei den Speicherlösungen weiter als eigenständige Organisationen und Marken betreuen und ausbauen.

Das bestehende Management-Team von Hyperstone um Dr. Jan Peter Berns wird sich im Rahmen der Transaktion an der Unternehmensgruppe beteiligen und künftig einen Minderheitsanteil halten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Behörden.

Fokus liegt auf Synergien für IoT- und Security-Lösungen

Laut Swissbit können Kunden „auf einen starken, vertrauenswürdigen Partner zählen, der bei Security-Produkten die volle Kontrolle hat“. Diese erstrecke sich von Design und Entwicklung von Produkten und Modulen über die Integration relevanter Security-Bausteine wie Secure Elements, NAND-Flash-Speichern und Controllern bis hin zur sicheren Produktion in der eigenen neuen, hochmodernen und zertifizierten Fertigungsstätte in Berlin.

Mit der Akquisition sei Swissbit jetzt noch besser in der Lage, seine langfristige Wachstumsstrategie umzusetzen und die besten IoT- und Security-Lösungen anzubieten, um Daten und Geräte in vernetzten Systemen zuverlässig zu schützen.

Digitalisierung und IoT treiben Nachfragen nach hochwertigen Speicherprodukten

„Diese Beteiligung ist ein weiterer Baustein unserer Wachstumsstrategie“, sagt Muschter. Die Digitalisierung und Vernetzung von Geräten im Internet der Dinge treibe die Nachfrage nach sicheren, hochwertigen Speicherprodukten der eigenen Memory-Sparte und den Security-Lösungen der Embedded IoT-Sparte. Daten seien mittlerweile das wertvollste Gut. Diese Daten zuverlässig zu speichern und zu schützen sehe Swissbit als seine Mission an.

Hyperstone wird auch nach der Übernahme Controller, Firmware und Referenzdesigns für Modulanbieter und Disk-on-Board-Integratoren in aller Welt bereitstellen. „Mit Swissbit gewinnen wir einen Gesellschafter, der unsere Märkte und Technologien versteht“, erklärt Dr. Jan Peter Berns, Geschäftsführer bei Hyperstone. Gerade aus dieser Kenntnis heraus sei sichergestellt, dass man unabhängig im Markt agieren können. „Von neuen Produkten und einer starken Roadmap werden alle unsere Kunden profitieren!“

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