Symacon Elektronik + Automation Schneller, präziser und ausdauernder

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Höhere Anforderungen werden zunehmend an die Sicherheit und Zuverlässigkeit, Funktionalität, Komfort und Haptik, Betätigung sowie Handhabung gestellt. Dies betrifft insbesondere Geräte,

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Symacon realisiert kundenspezifische Lösungen, wie hier eine Haptik-Dauerprüfeinrichtung von Autoradio- und Navigationsgeräten, z.B. zur Erfassung der Kraft-Weg-Verläufe während der automatischen Tastenbetätigung.
Symacon realisiert kundenspezifische Lösungen, wie hier eine Haptik-Dauerprüfeinrichtung von Autoradio- und Navigationsgeräten, z.B. zur Erfassung der Kraft-Weg-Verläufe während der automatischen Tastenbetätigung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Neben der technischen Zielsetzung an die Prüftechnik, 100-Prozent-Kontrollen zu realisieren, stehen heute zunehmend auch wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund: Beispielsweise den manuellen Aufwand zu reduzieren, die Prüfkosten zu senken, die Reproduzierbarkeit sicherzustellen sowie die Prüf- und damit die Produktqualität zu verbessern. Zudem erfordern auch die gesetzlichen Regelungen zur Produkthaftung und Qualitätsmanagement-Systeme nachvollziehbare Prüfungen. Die Umsetzung lässt sich nur auf Basis neuartiger Prüfmethoden und -technologien mit automatisierten Abläufen realisieren.

Höhere Anforderungen werden zunehmend an die Sicherheit und Zuverlässigkeit, Funktionalität, Komfort und Haptik, Betätigung sowie Handhabung gestellt. Dies betrifft insbesondere Geräte, Teilbaugruppen, Komponenten, Systemlösungen, Werkzeuge, Kommunikationslösungen, die einen großen Funktionsumfang haben, hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen und meist in einer großen Stückzahl gefertigt werden.

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Der Aufgabenschwerpunkt liegt daher zum Einen darin, Vorrichtungen für Dauerprüfungen unter Laborbedingungen zu realisieren und zum Anderen in Lösungen für Funktions-, Handhabungs- und Sicherheitstests während der Fertigung. Vorreiter ist hier die Automobil- und Zuliefererindustrie, deren Prüfeinrichtungen genau auf ihre Belange zugeschnitten sind.Neben Haptik-Prüfaufbauten für Bedien- und Eingabengeräte, Taster, Tastermodule in Verbindung mit Anzeigelementen, Multifunktionslenkräder, Lichtschaltzentren, Audio- und Navigationsgeräte sowie Fahrzeuginnenraum-Ausstattungen sind Funktionsprüfungen für sicherheitsrelevante Baugruppen wie Lenkwellen, Sicherheitsgurtschlösser, Airbag-Gasgeneratoren, Sitze, Elektromotoren für die Kühlung sowie Schalthebel für Gangschaltungen und Getriebe von Bedeutung. Zudem haben moderne Baugruppen zahlreiche Funktionen, die in Fertigungslinien abhängig von der all-bestimmenden Taktzeit zu prüfen sind - unter großem Zeitdruck und meist schwierigen Messbedingungen. Anschließend sind die Prüflinge einzuteilen in i.O. oder n.i.O. und zu kennzeichnen oder zu beschriften (bzw. zu labeln).

Dies lässt sich nur mit automatisierten Prüfeinrichtungen realisieren, weil nur sie über die erforderliche Schnelligkeit, Genauigkeit und vor allem Ausdauer verfügen. Außerdem können sie durch Robotertechnik, Portalsysteme, Betätigungsachsen und Lösungen zur Gerätekommunikation flexibel gestaltet und je nach Anforderung durch Bildverarbeitungssysteme, Handling- und Zuführeinrichtungen oder Transfersysteme erweitert werden. Bei Bedarf lassen sich bei der Prüfstandsentwicklung auch anwenderspezifische Richtlinien und Empfehlungen u.a. vom VDA, VDMA, Germanischer Lloyd und DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches) berücksichtigen. Für die Rückverfolgbarkeit werden die Prüflinge gekennzeichnet und die Ergebnisse an SQL- bzw. CAQ-Datenbanken weitergeleitet und dort gespeichert. Um solche Prüfmethoden umzusetzen, sind Steuerungstechnologien erforderlich, die die nötigen Taktzeiten unter Berücksichtigung der Mess- und Wiederholgenauigkeit, der Maschinenfähigkeit und ggf. auch die Kommunikation mit dem Prüfling erfüllen können. Mit herkömmlicher SPS- oder PC-Technik sowie den implementierten Technologien sind daher anspruchsvolle, komplexe Prüfaufgaben unter Echtzeitbedingungen - insbesondere für kundenspezifische Lösungen - nur unbefriedigend realisierbar. Die Modifikation an die jeweiligen Anforderungen erfordert zusätzliche Aufwendungen für Konstruktion, Programmierung und die Tests. Und dies verursacht Kosten, denen sich der Markt zunehmend verschließt.

Vielfach sind zwar die technischen Voraussetzungen für Antriebs- und Betätigungseinheiten sowie Sensorik punktuell vorhanden. Allerdings müssen die Prüfabläufe bzw. -methoden je nach Anforderung angepasst werden. Ziel ist es daher, neue Methoden und Abläufe zu entwickeln, um Genauigkeit, Wiederholbarkeit, Taktzeit, Handhabung, Verarbeitung großer Datenmengen und Eliminierung subjektiver Fehler, die bisher nur mit hohem Aufwand bzw. nicht ausreichend umsetzbar waren, zu erreichen. Zudem soll gleichzeitig die Aussagefähigkeit der Messergebnisse verbessert werden, was es erfordert, die Prüfparameter, Testschritte (Points of Control & Observation - PCO) und die Messketten abzustimmen. Nur mit neuen, automatisierten Prüfmethoden sind derart komplexe Aufgabenstellungen in kurzer Zeit mit vertretbaren Kosten realisierbar.

Schließlich lassen sich solche Prüfeinrichtungen auch besser in die komplexen Fertigungsprozesse integrieren. Und ein durchgängiger Prüfaufbau ermöglicht es, die unterschiedlichen Anforderungsprofile aus der Serienprüfung, Machbarkeitsuntersuchung, Wiederholungsprüfung und Dauermessung technisch sowie wirtschaftlich effektiv umzusetzen. Letztlich reduziert dies den Aufwand für die Qualitätssicherung und steigert den Kontrollumfang um ein Vielfaches.(Dr.?Bernd Möller?/?in)

Symacon Elektronik + Automation Tel. +49(0)39203 516111

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